Passwort schützen: Passwort-Manager im Vergleich

Jeden Tag liest man über neue Sicherheitslecks bei Online-Diensten. Als normaler Internetnutzer kann sich gegen solche Hackerattacken kaum schützen. Mehr Sicherheit bieten komplexe Passwörter. Zeichenfolgen aus Buchstaben, Ziffern und Symbolen schützen vor einem Angriff. Der Nachteil: Solche Passwörter lassen sich schwer merken.

Hier helfen Passwort-Manager weiter. Diese Anwendungen generieren sichere Passwörter und speichern diese verschlüsselt ab. Dadurch muss sich der Nutzer nicht alle Zugangsdaten merken. Lediglich das Master-Passwort für die Managersoftware muss man im Kopf behalten.

Wer einen Passwort-Manager nutzen will, hat die Qual der Wahl. Die Auswahl ist groß. Wir haben die drei populärsten Passwort-Manager verglichen und uns Stärken und Schwächen angeschaut.

LastPassLastPass

Datenbank und Verschlüsselung

LastPass verschlüsselt Zugangsdaten auf dem PC mit der AES 256-Verschlüsselung. Das Master-Passwort bleibt jederzeit auf dem Rechner. Selbst der Anbieter kennt das Passwort nicht.

Einziger Nachteil: Die Classic-Version der Software benötigt eine Internetverbindung, denn LastPass speichert die verschlüsselten Daten standardmäßig auf eigenen Servern. Glücklicherweise greift LastPass auf die Daten auch ohne Internetzugang zu – über die Software LastPass Pocket.

Pluspunkt: LastPass unterstützt Multi-Faktor-Authentifizierung – eine praktische Lösung, um das Master-Passwort mit einer zusätzlichen Sicherheitshürde auszustatten.

Browser-Integration

LastPass funktioniert mit folgenden Browsern: Firefox, Chrome, Safari, Opera, Maxthon, Internet Explorer, Firefox Mobile und Dolphin Browser. Darüber hinaus besitzt die Software eine Importfunktion für Zugangsdaten, die Internet Explorer oder Firefox speichern.

LastPass

Unterstützte Betriebssysteme

LastPass gibt es für folgende Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux, iPhone, iPad, Android, Blackberry, Windows Phone, Windows Mobile, Symbian und Firefox OS. Auch über eine geschützte Webseite erhält der Nutzer Zugang zu seinen Daten.

Schutzniveau

LastPass bietet einen Schutz gegen Phishing. Dafür nutzt die Software eine Liste mit gefährlichen Webseiten. Darüber hinaus prüft der Manager Passwörter auf ihre Schwächen. LastPass warnt den Nutzer vor schwachen und mehrfach genutzten Passwörtern.

Zuletzt erhält der Nutzer Sicherheitswarnungen, sobald ein neues Sicherheitsleck entdeckt wird.

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1Password1Password

Datenbank und Verschlüsselung

Ebenso wie LastPass nutzt auch 1Password die AES-256-Verschlüsselung. Allerdings speichert 1Password die Zugangsdaten lokal auf dem Rechner ab. Auch wenn man die Daten mit anderen Geräten synchronisiert, verlässt das Master-Passwort niemals den lokalen Rechner. Daher nimmt 1Password stets eine lokale Entschlüsselung vor. Die entschlüsselten Daten werden aber niemals auf eine Festplatte geschrieben.

Bei 1Password stellt die Cloud-Funktion eine Option und keine Voraussetzung dar. Daten synchronisiert man mit Hilfe von iCloud oder Dropbox. Wer auf Cloud-Dienste verzichten will, nutzt das heimische WLAN-Netz.

Browser-Integration

1Password ist kompatibel mit Safari, Chrome, Firefox und Opera. Per Erweiterungen kann man Zugangsdaten automatisch speichern, sobald sie der Nutzer über den Browser eingibt. Einmal gespeichert, setzt 1Password die Daten auch automatisch ein, wenn man die Webseite erneut aufruft.

1Password

Unterstützte Betriebssysteme

1Password läuft unter Windows, Mac OS X, iPhone, iPad, Android, und Windows Phone.

Schutzniveau

Über die Funktion Watchtower meldet 1Password Webseiten, die Opfer von Cyberattacken wurden. Die Anwendung listet Webseiten auf, die der Nutzer vermeiden sollte. Darüber hinaus erhält man eine Benachrichtigung, sobald Sicherheitslecks gestopft wurden. Watchtower schlägt dann vor, die Zugangsdaten zu ändern. Ebenfalls positiv: 1Password schlägt Alarm, wenn Passwörter zu unsicher oder mehrfach in Gebrauch sind.

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dashlaneDashlane

Datenbank und Verschlüsselung

Auch Dashlane nutzt AES-256, um die Datenbank zu verschlüsseln. Die Software generiert den Verschlüsselungscode über das Master-Passwort. Der Nutzer hat die Wahl, ob die Anwendung verschlüsselte Daten auf dem lokalen Rechner oder in der Cloud speichert.

Entweder lässt der Nutzer die Daten auf der Festplatte seines Rechners oder nutzt zum Beispiel für die Synchronisierung die sicheren Server von Dashlane. Der Anbieter speichert die Daten auf seinen Servern verschlüsselt. Diese werden erst auf dem jeweiligen Endgerät entschlüsselt.

Ebenso wie LastPass nutzt auch Dashlane die Multi-Faktor-Authentifizierung, um noch mehr Sicherheit für das Master-Passwort zu garantieren.

Browser-Integration

Dashlane ist kompatibel zu Firefox, Safari, Chrome und Internet Explorer. Die Anwendung verfügt zudem über eine Importfunktion für Passwörter, die man zuvor mit Firefox oder anderen Browsern gespeichert hat.Dashlane

Unterstützte Betriebssysteme

Dashlane gibt es für Windows XP, Vista, 7 und 8, Mac OS X, Android, iPhone und als Online-Anwendung über eine geschützte Webseite.

Schutzniveau

Dashlane alarmiert den Nutzer, sobald gespeicherte Zugangsdaten gefährdet sind. Darüber hinaus prüft die Software vorhandene Passwörter hinsichtlich, ob sie noch stark genug oder nicht schon zu alt sind und ob sie mehrfach genutzt werden.

Download Dashlane für Windows

Download Dashlane für Mac

Geschmackssache

Die drei vorgestellten Passwort-Manager ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Alle nutzen als Verschlüsselung den AES-256-Standard. Die Datenbank speichert jede Anwendung lokal ab, ohne dass man hierfür ein Internetzugang benötigt. Die unterschiedlichen Funktionen geben den Ausschlag, welche Software man bevorzugt.

Die mobile Anwendung Dashlane eignet sich für Nutzer, die bevorzugt mit dem Smartphone oder dem Tablet im Internet surfen. Dabei bietet die App eine ähnliche Oberfläche für Android und iOS wie auf dem PC.

LastPass punktet mit der Vielzahl von Betriebssystemen, auf denen die Anwendung läuft. Von den drei vorgestellten Passwort-Managern unterstützt nur LastPass Linux, BlackBerry, Windows Mobile, Symbian und Firefox OS. Allerdings legt LastPass Daten standardmäßig in der Cloud ab. Das schreckt Skeptiker ab, die sensible Informationen lieber lokal speichern.

1Password fällt durch eine einfache Bedienung und das elegante Design auf. Dieser Passwort-Manager eignet sich insbesondere für wenig erfahrene Nutzer. Die Option, Daten über WLAN mit anderen Geräten zu synchronisieren, gefällt insbesondere den Cloud-Kritikern.

Welchen Passwort-Manager nutzen Sie? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

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