Video-Streaming: Was ist eigentlich Netflix?

Netflix

Netflix startet noch vor Ende des Jahres 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Dienst bietet über das Internet Zugriff auf zahlreiche Filme und Fernsehserien für einen annehmbaren Abo-Preis. Aber wie funktioniert Netflix genau und was kann es leisten?

Was ist Netflix?

Netflix startete 1997 so ähnlich wie eine klassische Videothek. Allerdings bestellte man die Filme per Internet und bekam sie auf DVD per Post nach Hause geliefert. Mit der Ausbreitung von Breitbandinternet-Verbindungen war es ein logischer Schritt für das kalifornische Unternehmen, sich in Richtung Video-on-Demand weiterzuentwickeln. Heute verbreitet Netflix Filme und Fernsehserien per Streaming. Die Zeiten von langatmigen Downloads und DVDs im Briefkasten sind damit vorbei. Heute kann man sagen: Netflix ist für Videos, was Spotify für Musik ist.

Interface NetflixRiesige Filmbibliothek in HD

Wie funktioniert Netflix?

Netflix nutzt man mit einem Rechner (PC oder Mac), einem Smart-TV, einer Spielekonsole (beispielsweise Xbox, PlayStation oder Wii) oder über ein Smartphone oder Tablet.

Um auf die umfangreiche Film-Datenbank in HD-Qualität zuzugreifen, muss man sich registrieren und eine monatliche Abo-Gebühr bezahlen. In den USA beträgt der Monatsbeitrag zurzeit 8,99 Dollar, in den Niederlanden ist man mit 8,99 Euro dabei.

Eine schnelle Internetverbindung ist natürlich Voraussetzung.

Was Netflix anders macht

Das traditionelle Fernsehen tut sich mit der Anpassung an den neuen Medienkonsum schwer. Der Erfolg von Netflix jenseits des Atlantiks dürfte vor dem Deutschland-Start vor allem Sky beunruhigen. Das günstigste Abo schlägt hier mit 24,90 Euro monatlich zu Buche. Netflix punktet neben dem auch für Deutschland zu erwartenden günstigen Preis mit einem umfangreichen Angebot und der ständigen Verfügbarkeit.

Nach den USA und Kanada baut Netflix sein Netz in Europa aus. Die Niederlande, Schweden und das Vereinigte Königreich profitieren bereits von dem großen Video-Streaming-Dienst. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Netflix für dieses Jahr außerdem den Start in Frankreich, Belgien und Luxemburg  angekündigt.

Warten auf Netflix

Es gibt bereits verschiedene Video-on-Demand-Dienste in Deutschland wie beispielsweise  Maxdome, Amazon Instant Video oder Watchever. Die Medienbibliothek von Netflix wird dem jeweiligen Land angepasst, wie umfangreich die Auswahl an Filmen in Deutschland sein wird, ist daher noch unklar.

Alternativ kann man mit Hilfe eines Proxy-Dienstes wie etwa anonymoX (Firefox Win/Firefox Mac) oder Stealthy (Firefox Win/Firefox Mac/Chrome) auf ausländische Versionen von Netflix zugreifen. Rechtlich begibt man sich damit allerdings in eine Grauzone.

Eigenproduktionen und Lücken im Angebot

Wer vor allem Filme und amerikanische Serien anschaut, wird mit Netflix gut bedient sein. Seit einigen Jahren produziert Netflix auch eigene Serien, wie etwa den Emmy-Erfolg House of Cards. Welche deutschen Produktionen in Netflix zu sehen sein werden, bleibt abzuwarten. Sport-Übertragungen werden wohl weiter Sky vorbehalten sein.

Netflix House of Cards

Netflix produziert auch eigene Serien

Originalartikel auf Französisch von Yann-Marig Brézac, angepasst für Netflix in Deutschland von Mareike Erlmann.

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