GoPro-Videos schneiden: GoPro Studio und alternative Videosoftware

GoPro-Videos schneiden: GoPro Studio und alternative Videosoftware

Die Minikameras von GoPro haben einen Markt für mobile und wetterfeste Videokameras revolutioniert. Der Hersteller liefert mit jeder Kamera die Software GoPro Studio mit – vorher unter dem Namen CineForm Studio bekannt.

Auch wenn die Software speziell dafür ausgelegt ist, MP4-Videos von SD-Karten zu bearbeiten, hat die Anwendung ihre Grenzen. Wir haben uns GoPro Studio und alternative Videoschnittsoftware angeschaut und nennen die Vor- und Nachteile.

1. VideoPad für den (fast) professionellen Videomix

Um ein Video aus verschiedenen Quellen zum Beispiel mit unterschiedlichen Formaten wie MP4, AVI oder WMV oder verschiedenen Audiodateien zu mixen, greift man am besten auf den kostenlosen VideoPad Video Editor zurück.

Auf dem Hauptbildschirm steht eine Zeitleiste für das Abmischen verschiedener Videotracks zur Verfügung. Auf die Leiste zieht man die unterschiedlichen Videos. Die Software kommt mit den gängigsten Formaten wie WMV, MOV, AVI, 3GP oder MP4 zurecht. Mit VideoPad fügt man einer Aufnahme auch Bilder und Audiodateien zu.

VideoPad Video Editor

VideoPad Video Editor kommt mit nahezu allen Multimediaformaten zurecht.

Im Vergleich zu VideoPad unterstützt GoPro Studio nur eine begrenzte Zahl an Formaten. Um mit GoPro Studio Bilder zu einem Video hinzuzufügen, benötigt man zudem ein ein wenig Geduld.

Wenn auch das Zusammenfügen mehrerer Video- oder Audiodateien mit VideoPad Video Editor kein Problem darstellt, gestalten sich Effekte wie zum Beispiel Übergänge schon schwieriger. Eine Crossfade-Überblendung ist zwar schnell gemacht. Schwieriger wird es, wenn man bereits eingesetzte Übergänge noch einmal bearbeitet.

VideoPad Video Editor effects

VideoPad besitzt umfangreiche Effekte. Einmal eingesetzt, lassen sie sich aber nur noch schwer bearbeiten.

Um das fertige Video zu exportieren, muss man kein Profi sein. VideoPad bietet voreingestellte Profile wie HD1080, HD720 oder PS3. Wer den Export manuell festlegt, benötigt jedoch einige Kenntnisse. Das geht mit GoPro Studio leichter. Das Video wird in alle gängigen Formate exportiert.

Ein Highlight von VideoPad: Die Software exportiert Videos direkt auf YouTube.

VideoPad Video Editor export

VideoPad verfügt im Vergleich zu GoPro Studio über umfangreichere Optionen für den Dateiexport.

VideoPad Video Editor (Download VideoPad Video Editor)

Pro:

  • unterstützt alle gängigen Video- und Audioformate
  • umfangreiche Exportoptionen

Contra:

  • schwierige Bearbeitung von einmal eingefügten Übergängen
  • wenige Funktionen für die Nachbearbeitung

2. Movie Maker für Videos ohne viel Schnickschnack

Windows Movie Maker, zuvor unter dem Namen Windows Live Movie Maker bekannt, besitzt keine große Fangemeinde. Doch die Software eignet sich gut, um einen kurzen Film ohne viel Schnickschnack zu erstellen.

Microsoft Movie Maker interface

Die Oberfläche von Movie Maker räumt der Vorschau jede Menge Platz ein

In wenigen Schritten erstellt man mit der Freeware ein Video. Zuerst fügt man die MP4-Dateien von der SD-Karte zur Software hinzu. Anschließend wählt man ein voreingestelltes Theme und die passende Musik für den Hintergrund aus.

Die Länge der Musik bestimmt die Länge des Videos. Zum Schluss exportiert man das Video auf die Festplatte oder stellt es direkt bei YouTube oder Facebook ein.

Movie Maker export

Movie Maker bietet umfangreichere Exportoptionen als GoPro Studio

Windows Movie Maker (Windows Movie Maker herunterladen)

Pro:

  • schneller Start
  • voreingestellte Themes

Contra:

  • geringe Auswahl an Funktionen
  • nur ein zusätzlicher Audiokanal
  • Hauptbildschirm mit viel Platz für die Vorschau

3. GoPro Studio – erste Wahl für Zeitraffer

GoPro verhilft Zeitraffer-Clips zu einer enormen Popularität. Alle GoPro-Kameras besitzen die Funktion, alle 0,5, 1, 2, 5 , 10, 30 oder 60 Sekunden ein Bild zu schießen. Die Bilder werden automatisch aneinandergereiht und ergeben so einen Zeitraffer-Clip.

Um unter Windows solche Zeitraffer-Filme zu kreieren, nutzt man am besten das original GoPro Studio. Keine andere Software erstellt solche Videos schneller als die Software, die mit den GoPro-Kameras kostenlos mitgeliefert wird.

GoPro Studio time lapse

GoPro Studio erkennt automatisch die Bilder, die nacheinander geschossen wurden

Einen Zeitraffer-Film erstellt man in drei Schritten:

1. Zuerst importiert man alle Bilder, die man für das Video nutzen will, in die Software. GoPro Stuido erkennt automatisch, ob es sich um Bilderserien handelt oder nicht. Anschließend klickt man auf Add clip to conversion list und Convert all

2. Nun bearbeitet man den Clip mit den angebotenen Optionen. Hierzu nutzt man zum Beispiel die Kontrasteinstellungen oder den Zoom-Effekt.

GoPro Studio edit time lapse

In der Nachbearbeitung sieht GoPro Studio wie eine professionelle Software aus.

3. Zum Schluss exportiert man den Zeitraffer-Clip in das gewünschte Videoformat.

GoPro Studio export windows

GoPro Studio verfügt lediglich über wenige Exportoptionen

GoPro Studio (GoPro Studio herunterladen)

Pro:

  • effiziente Importfunktion für Bilder
  • umfangreiche Optionen für die Nachbearbeitung

Contra:

  • Medienkonvertierung vor dem Import notwendig
  • kein Direktexport auf YouTube

Fazit: Mehr Spaß mit Alternativen

Traditionelle Bearbeitungssoftware kommt mit den MP4-Clips der GoPro-Kameras sehr gut zurecht. Allerdings besitzt auch GoPro Studio seine Vorteile. Bei der typischen Videobearbeitung existieren jedoch einige bessere Alternativen, die GoPro Studio ausstechen.

Bilder: Chris Zielecki

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