Vorschau auf Elder Scrolls Online: Beta-Version im ausführlichen Test

Elder Scrolls Online ist ein großes Wagnis. Gegen den Trend der kostenlosen Free-to-Play-Spiele im Fantasy-Gewand kommt nochmal ein Online-Rollenspiel mit Abo-Modell auf den Markt. Nach meinem ersten flüchtigen Blick auf der Gamescom hatte ich die Gelegenheit, die Welt von Tamriel etwas ausführlicher zu erkunden. Es folgt ein ganz persönlicher Eindruck der Beta-Version nach rund 20 Stunden Spielzeit.

Charakterfrage

Elder Scrolls Online beginnt mit der üblichen Erstellung einer Spielfigur. Man wählt Klasse, Rasse, Geschlecht und Statur. Die Charakterklasse der Kaiserlichen steht in der fertigen Version des Spiels nur Käufern der Imeperial Edition zur Verfügung.

Elder Scrolls Online - Character

Der Charakter-Editor erlaubt auf Wunsch die Vorschau in Veteranen-Kleidung.

Ungeduldige Spieler können eine zufällige Figur erstellen lassen. Perfektionisten formen ihre Figur von Kopf bis Fuß mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten von Frisur bis Fußgröße. Die Figur lässt sich mit Anfänger- und Endausrüstung betrachten, was ungewöhnlich ist und sehr nützlich sein kann – etwa bei der folgenreichen Frage, ob die Haarfarbe zur späteren High-End-Rüstung passt.

Auftakt im Kerker – wo sonst?

Das geht ja gut los! Mal wieder bin ich in einem Kerker ausgesetzt. Das kennen wir doch schon von Dishonored, Blackguards und zahlreichen weiteren Spielen. Was ich da soll, wird mir nicht so ganz klar. Dennoch bin ich froh, als ein schemenhaft vor mir her flirrender Prophet den Aufenthalt in diesem düsteren Loch rasch beendet. Klar, dass derselbe Prophet mich im Verlauf der Handlung nicht mehr in Ruhe lässt und mit Abenteuern behelligt, die in einer merkwürdigen Gemengelage irgendwo zwischen Leben und Tod sowie Vergangenheit und Gegenwart liegen.

Elder Scrolls Online - Past

Blick in die Vergangenheit: Die Story ist anfangs etwas wirr.

Offene Spielwelt

Nach dem düsteren Kerker öffnet sich die freie Spielwelt für ausgiebige Erkundungen. Ich bin durch exotisch anmutende Wüstengebiete und saftige Waldlandschaften gezogen. Beide Gebiete sind üppig bemessen und laden zu ausgiebigen Streifzügen ein. Die Umgebung macht einen sehr detaillierten Eindruck. Durch Baumwipfel fällt das Sonnenlicht und zeichnet feine Schatten auf dem Grund, aus dem nicht allzu hübsche Gräser schießen.

Elder Scrolls Online - Scenery

Die hübsch gestalteten Landschaften gehören zur Schokoladenseite von Elder Scrolls Online.

Beeindruckend sind dagegen die Texturen von Häusern, Felsformationen und Gebirgen. Die Städtchen mit ihren Märkten, Ställen und Geschäften wirken wie aus einem anrührenden Mittelalter-Film – frei von Gestank und Gülle auf der Straße. Hübsch schlängeln sich auch Bäche und Flüsse durch die Landschaft. Der Grund zeichnet sich durch klares, hübsch spritzendes Wasser ab, sofern man einen hinreichend flotten PC oder Mac für maximale Detailstufe hat.

Beschäftigung an jeder Ecke

Ziehe ich anfangs planlos durch die Weite, füllt sich das Tagebuch geschwind mit Aufträgen. Wo mich die Nase auch hinführt, erwarten mich bereits Spielfiguren (NPCs) mit Quests. Nebenaufgaben gibt es oft eher zufällig, ohne dass sie als Hinweis auf der Karte erscheinen.

Elder Scrolls Online - Map

Diese Karte zeigt einen kleinen Ausschnitt des Spielgebiets von Elder Scrolls Online.

Die Bandbreite der ersten Aufgaben geht in Elder Scrolls Online erfrischend über die typischen Lauf- und Lieferaufträge hinaus. Da gilt es mal ein verlorenes Schwein zu finden, einen Mord aufzuklären oder verklavte Minenarbeiter zu befreien. Nach weit über 50 erledigten und überwiegend spannenden Quests habe ich außerdem Walddruiden bei ihren Problemen mit den Elementen der Natur geholfen, Zombies verb(r)annt, gegen Werwölfe gekämpft, mit Geistern gesprochen und Skelette flambiert.

Elder Scrolls Online - Werewolf

Werwölfe können ganz schön austeilen!

Abseits der recht sicheren Städte lauern Wölfe und anderes Getier auf unachtsame Abenteurer. Besiegte Kreaturen werfen ein paar Goldmünzen und mitunter auch wertvolle Objekte ab, die man anlegen oder verkaufen kann. Besiegte Monster kehren erstaunlich rasch an dieselbe Stelle zurück, was das Farmen von Erfahrung, Geld und Gegenständen erleichtert, aber die Atmosphäre etwas trübt.

Mitunter warten auch Kisten in der Landschaft auf einen geschickten Dieb, der sein Handwerk mit Dietrichen versteht, um wertvolle Schätze preis zu geben. Es sei denn, jemand ist einem zuvor gekommen, was mir wiederholt passierte. Dann findet man nichts außer einer leeren, geplünderten Kiste und muss weiter suchen.

Elder Scrolls Online - Lockpick

Truhen mit wertvollen Gütern kann man mit etwas Geschick knacken.

Viele Aufträge ziehen weitere Aufgaben nach sich. Mitunter habe ich den Verlauf der Dinge in der Hand, indem ich mich in Dialogen auf eine Seite stelle. Inwieweit die Entscheidungen folgenreiche Auswirkungen haben, konnte ich nicht feststellen.

Nicht immer muss man für den Verkauf von Plündergut oder Reparatur der Ausrüstung in die Stadt zurück. Dafür sorgen Händler, die auf den Hauptstraßen verkehren. Sehr praktisch! Ebenfalls eine große Zeitersparnis sind Wayshrines genannte Transportstationen, zu denen man direkt springen kann. Jeder Transport kostet allerdings eine Gebühr. Größere Strecken überwindet man rasch, wenn man sich gegen das nötige Kleingeld ein Pferd kauft.

Händler zu besuchen ist nötig, um das Inventar zu leeren und etwas Gold zu verdienen, das man anfangs rasch wieder loswird – Reparaturen gehen zu Beginn ganz schön ins Geld! Gegen Gold kann man das anfangs auf 50 Plätze begrenzte Inventar erweitern. Eine Gewichts-Obergrenze gibt es nicht. Stapelbare Objekte wie Tränke oder Nahrung zählen als ein Gegenstand.

Gruppenkämpfe und Dungeons

Mitunter treffen Abenteurer auch auf besonders gefährliche Monstergruppen oder können Stadtbelagerungen beenden. Derlei Ereignisse sind ein wenig mit Fates aus Final Fantasy XIV vergleichbar und erfordern für den erfolgreichen Abschluss meist eine Gruppe. Auch bestimmte Dungeons lassen sich nur mit einer klug aus Angreifern, Verteidigern und Heilern zusammengestellten Gruppe bewältigen. Sind keine Freunde zur Stelle, kann man über das Gruppen-Werkzeug nach Mitstreitern suchen – es sind kleine 4-köpfige oder große Gruppen von bis zu 24 Spielern vorgesehen.

Elder Scrolls Online - Group Search

Spieler können eine kleine vierköpfige oder eine große 24-köpfige Gruppe suchen.

Die ersten Dungeons stellten im Testspiel noch kein Problem dar, allerdings legt der Schwierigkeitsgrad ab Stufe zehn kräftig zu. Nicht immer ist aus der Questbeschreibung ersichtlich, dass für eine Aufgabe eine Gruppe vorgesehen ist. Ich habe es aber recht schnell mit Blutzoll herausgefunden.

Elder Scrolls Online - Traps

Boden- und Feuerfallen sorgen für etwas Abwechslung in den Dungeons.

Dungeons sind vergleichsweise klar aufgebaut. Man bewegt sich durch schlauchartige Gänge und erledigt vorgegebene, klar markierte Aufgaben. Es gibt einige Verliese mit Fallen und Abkürzungen, aber die Anfänger-Dungeons sind leicht durchschaubar. Zum Ziel laufen, Gegner töten, Dungeon verlassen.

Bereits die ersten Dungeons efordern in Final Fantasy XIV etwas mehr Überlegung und Taktik. Action gegen Strategie – Geschmacksache. Ich habe während der Beta den Eindruck gewonnen, dass Elder Scrolls Online mehr Wert auf Erkundung der Umgebung als Kerkerspiele legt.

Altes Rezept: Aufteilung in Schwierigkeits-Zonen

Je weiter man sich vom Startbereich entfernt, desto stärker werden die Gegner. Damit folgt Elder Scrolls Online den üblichen MMORPG-Gepflogenheiten. Sofern Hersteller Zenimax Online kein Gegenmittel findet, dürfte auch die Entwicklung dieselbe sein wie in den meisten Spielen dieser Art: Belagern anfangs Spieler kleiner Stufe diesen Startbereich, entwickelt sich dieses Gebiet im späteren Spielverlauf zu einer einsamen Geisterzone, während die levelstarken Endzonen überfüllt sind. Eine solche Schieflage wird nicht zuletzt zur Nagelprobe der Server von Elder Scrolls Online.

Crafting und Verbesserungen

Rollenspieler möchten mehr als nur kämpfen. Mir geht es nicht anders. In einer Pause zwischen Dungeons oder Raids kann es mal ganz entspannend sein, die Angel auszuwerfen oder eine Rüstung zu bauen. Elder Scrolls Online unterstützt Crafting.

Die Crafting-Formel ist ähnlich simpel wie in Skyrim: Man sammelt die benötigten Zutaten und bedient ein stationäres Werkzeug, etwa Amboss oder Kochtopf. Auch das Fischen funktioniert ähnlich. An vorgesehenen Stellen kann man eine Angel packen, mit einem Köder ausstatten und loslegen.

Es ist nicht möglich wie in Final Fantasy XIV sein eigenes Crafting-Werkzeug zu fertigen und an jeder beliebigen Stelle loszulegen. Ein weiterer Unterschied sind die Rezepte, die in Elder Scrolls Online zunächst aufzutreiben sind und sich nicht automatisch mit wachsender Erfahrung freischalten.

Elder Scrolls Online - Trade

Über ein Kreismenü kann man mit Mitspielern interagieren, sie etwa in die Gruppe oder zum Tausch einladen.

Waffen lassen sich um magische Eigenschaften aufwerten, indem man passende Objekte findet und per Rechtsklick an die Waffe montiert. Hat ein Freund die erforderlichen Zutaten, kann man theoretisch mit ihm tauschen. In der Beta funktionierte der Tausch allerdings noch nicht.

Kampfsystem

Elder Scrolls Online setzt auf spezialisierte Klassen. Zu Beginn legt man bei der Charaktererstellung auch die kämpferische Ausrichtung fest und schaltet im Spiel dazu passende Fertigkeiten frei. Zwar ist es möglich, jede beliebige Waffe zu schwingen und zu trainieren. Auch kann man beliebige Rüstung anlegen. Aber die speziellen mächtigen Fertigkeiten lassen sich nicht nachrüsten.

Dennoch hat man durch das aus Skyrim bekannte Kampfsystem einige Freiräume. Trainiert man beispielsweise neben dem Bogen auch Langschwerter, kann man ab Level 15 zwischen beiden Waffen wechseln und so flexibel auf Fern- und Nahkampfsituationen reagieren.

Qual der Wahl und eine entscheidende Einschränkung im Vergleich mit Skyrim ist die Verteilung der Fertigkeiten auf die Schnellleiste. Ich musste mich auf fünf Fertigkeiten beschränken. Hinzu kommt eine besonders mächtige Attacke, die man allerdings nur selten einsetzen kann und mit getöteten Feinden auflädt.

Besonders Magier tun sich mit der Wahl ihrer Skills schwer. Das gilt umso mehr, wenn sie Angriffs- und Heilzauber verwenden möchten. Immerhin kann man Fertigkeiten nach etwas Training verschmelzen. Man verbindet auf diese Weise zwar nicht vorhandene Skills, fügt aber neue Eigenschaften hinzu oder macht vorhandene Skills stärker. Das macht einige schwächere Skills entbehrlich und sorgt für eine Bereinigung der Aktionsleiste.

Elder Scrolls Online - Ghosts

Nicht alle Geister sind dem Spieler in Elder Scrolls Online feindlich gesonnen.

Wie in Skyrim sammelt man für erlegte Gegner und absolvierte Quests Erfahrungspunkte, die irgendwann zum Levelaufstieg führen. Man erhält Punkte, die man in Gesundheit, Ausdauer und Mana sowie neue Fertigkeiten stecken kann. Darüber hinaus verbessert der Spieler seine Kampffähigkeiten, indem er Zaubersprüche, Waffen und Ausrüstung verwendet.

Der Kampf selbst unterscheidet sich von den meisten Rollenspielen deutlich. Man markiert keine Feinde und wendet eine Aktion an, wie es bei World of Warcraft oder Final Fantasy XIV der Fall ist. Stattdessen richtet man die Kamera wahlweise aus der Ego- oder Verfolger-Perspektive auf den Gegner aus, zielt mit dem Fadenkreuz und startet einen Angriff. Das können Basisattacken mit der linken Maustaste sein oder spezielle Fertigkeiten. Fertigkeiten verbrauchen Mana oder Ausdauer und können deshalb nur begrenzt verwendet werden.

Elder Scrolls Online - AOE-Attacks

Flächenangriffe hebt Elder Scrolls Online rot hervor.

Feindliche Angriffe kann man mit der rechten Maustaste blocken. Gelingt ein guter Block, wirft man etwas Schaden auf den Angreifer zurück und er wird kurz kampfunfähig. Manche Angriffe zielen nicht auf eine Person, sondern eine Fläche. Rote Kreise oder Flächen markieren den Einschlagbereich, aus dem man sich rasch heraus bewegen sollte.

Manche Klassen erlauben auch das Beschwören von Familiaren. Diese Begleiter unterstützen den Spieler im Kampf, indem sie Feinde ablenken oder selbst Schaden austeilen.

Elder Scrolls Online - Fighting Familiar

Begleiter sind im Kampf sehr nützlich.

Altersfreigabe und Niedlichkeit

Im Gegensatz zu World of Warcraft, Final Fantasy XIV oder Guild Wars 2 erhält Elder Scrolls Online eine vergleichsweise hohe Alterseinstufung. In Deutschland und Europa ist das Spiel ab 16 freigegeben, während die meisten Konkurrenz-Spiele eine Einstufung ab 12 haben.

Es ist schwer einzuschätzen, woran das liegt. Elder Scrolls Online wirkt nicht gewalttätiger oder freizügiger als die Konkurrenz. Die Story ist etwas düsterer und den Figuren fehlt die Niedlichkeit von World of Warcraft und noch mehr Final Fantasy XIV.

Die Charaktere schauen etwas grimmiger drein. Emotes sind in den Menüs nirgends verankert. Folglich fehlten während des Tests übliche Szenen zwischen sich herzenden, anstupsenden und posierenden Spielern. Wer die einschlägigen Textkommandos wie wave, cheer oder laugh kennt oder ausprobiert, kann seine Figur dennoch winken und jubeln lassen.

Pracht-Grafik, aber hakelige Animationen

Skyrim-Vielspieler haben sich an den monoton gestalteten Dungeons gestört. Elder Scrolls Online bietet hier durchaus Abwechslung und lässt die Höhlen durch unterschiedliche Beleuchtung, Nebel und Texturen etwas vielfältiger erscheinen.

Noch besser sind die detailfreudigen Dörfer und Landschaften herausgeputzt. Auch die Charaktere können sich von Nahem sehen lassen. Weniger überzeugen allerdings die Animationen, so dass man besser nicht in die Verfolgeransicht seiner Spielfigur wechselt.

Grafisch kaum Unterschiede zwischen Mac und Windows (für Vergrößerung auf das Bild klicken)

Im Vergleich von Windows und Mac ließen sich in der Beta auf höchster Detailstufe keine nennenswerten Unterschiede ausmachen. Allerdings sollte man über einen besonders flotten Mac verfügen, um aus den hübschen Bildern flüssige Bewegungen zu machen.

Musik und Dialoge

Sehr gut gefiel mir die Hintergrundmusik. Das gesamte Spiel über ist in jedem Gebiet Musik von hoher Qualität zu hören, die sich atmosphärisch der jeweiligen Spielsituation gut anpasst. Das ist eine wohltuende Abwechslung zu Final Fantasy XIV, wo Musik in bestimmten Gebieten gar nicht spielt.

Hinzu kommt eine vollständige Vertonung sämtlicher Dialoge. Selbst in kleinen Quests tragen die NPCs ihr Anliegen mit gesprochenem Text vor. Eine solche Dichte kennt man nur von Star Wars The Old Republic. Qualitatitv liegen die Sprecher in der englischen Version auf sehr hohem Niveau. Die deutsche Version habe ich nicht getestet.

Nur ein Megaserver für (fast) alle Spieler!

Ehe Elder Scrolls Online zum ersten Mal startet, fällt gleich etwas auf. Es gibt nur einen Server. Es entfällt die Wahl zwischen dutzenden Realms wie Blackrock, Darkspear oder Dath’Remar in World of Warcraft oder zwischen klangvollen Servern wie Balmung, Excalibur, Gilgamesh oder vielen anderen in Final Fantasy XIV. Zenimax Online nennt dieses Konzept Megaserver. Das Gute an den Megaservern: Sie verbinden Freunde, statt sie zu trennen. Für das soziale Gefüge in einem Online-Rollenspiel ist das ein gewichtiger Vorteil.

Auf diesen Megaservern treffen sich sämtliche Spieler, naja fast. Windows- und Mac-Zocker teilen sich ihren Server, während Konsolenspieler für Playstation 4 und Xbox One jeweils einen eigenen Server bekommen. Darüber hinaus plant Zenimax Online regionale Server für die USA und Europa, um Verbindungs- und Latenzprobleme zu senken.

Fazit: Wie Skyrim light plus Multiplayer

Elder Scrolls Online fühlt sich an wie ein abgespecktes Skyrim – erwachsen und ausgereift, aber etwas herz- und lieblos. Das Kampfsystem gleicht Skyrim, ist durch die Beschränkung der Skills aber stark vereinfacht. Auf die Dauer kann das zu Langeweile führen, sofern taktische Finessen im Multiplayer nicht einen gewissen Ausgleich schaffen. Dazu lässt sich aufgrund der kurzen Spielzeit noch keine Prognose anstellen.

Im direkten Vergleich zur Online-Rollenspiel-Konkurrenz sorgt genau dieses Kampfsystem für eine wohltuende Abwechslung. Dasselbe gilt für den Fokus auf nur einen (Mega-) Server, auf dem sich alle Spieler treffen.

Für mich bleiben drei spannende Fragen offen, die mit Blick auf die Konkurrenz über Erfolg und Misserfolg von Elder Scrolls Online entscheiden können:

  1. Wie belastbar sind die Megaserver im regulären Betrieb? Final Fantasy XIV zeigt selbst nach Monaten noch Schwächen und traktiert Spieler mit Lags und einem auf Latenzen schlecht abgestimmten Kampfsystem.
  2. Wie ausgewogen ist das Kampfsystem? Ein gutes Kampfsystem eines Online-Rollenspiels ist gut ausbalanziert und verzeiht Schwankungen in der Latenz. Das ist ein kritischer Punkt, der sich erst unter realen Bedingungen testen lässt.
  3. Ist der Player-versus-Player-Modus (PvP) gut ausbalanziert und fügt er sich sinnvoll in das Spiel ein? Das ist eine Frage, die wir vielleicht nächste Woche nach dem nächsten Betatest beantworten können.

Elder Scrolls Online erscheint am 4. April 2014 für Windows und Mac. Die Konsolenversion für Xbox One und Playstation 4 folgt im Juni 2014.

Alternativen zu Elder Scrolls Online: World of Warcraft, Final Fantasy XIV, Star Wars The Old Republic, Guild Wars 2

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