Langsamer Systemstart: Unnütze Dienste ausschalten

Langsamer Systemstart: Unnütze Dienste ausschalten

Wenn der Rechner Ewigkeiten für den Startvorgang braucht, kostet das nicht nur Zeit sondern vor allem Nerven. Allerdings gibt für dieses verbreitete PC-Problem eine einfache Abhilfe.

Ausreichend Speicher und Virenfreiheit vorausgesetzt, liegt der Grund für lange Startzeiten meist an einem überladenen Startvorgang. Gezieltes Ausschalten bestimmter Dienste, die man unter Umständen gar nicht benötigt, bringt den Rechner wieder auf Trab.Zunächst sollte man alle unnützen Programme aus dem Autostart entfernen. Einen Blick in die Startprozesse ermöglicht der Befehl Startmenü / Ausführen / msconfig,  mit dem man das Systemkonfigurationsfenster öffnet. Der Reiter Systemstart zeigt alle automatischen Programmstarts. Hier deaktiviert man die nicht benötigten Programme.

Es empfiehlt sich auch die generelle Deaktivierung bestimmter Windows-Dienste. In den Windows-Versionen Professional oder Home Premium starten viele System-Dienste, die man für einfache Alltagsarbeiten nicht benötigt.

Diese Windows-Dienste kann man deaktivieren oder auf manuelles Starten einstellen. Dadurch reduziert man die für den eigenen Bedarf notwendigen Dienste und beschleunigt den Rechnerstart.

Klarheit sollte natürlich darüber herrschen, wozu man den Rechner verwendet und wozu nicht. Besitzt man einen Drucker? Hat man ein Heimnetz eingerichtet? Schliesst man mobile Geräte an den Rechner an? Nutzt man den TV-Ausgang? Braucht man einen sicheren Netzzugang? Wieviele Nutzer müssen an das Gerät? Wird man jemals die Windows-Fehlerberichte lesen? Nimmt man an Videokonferenzen oder NetMeetings teil?

Um eine Übersicht über die Windows-Dienste in dem PC zu erlangen, öffnet man die Computerverwaltung. Das geschieht bequemerweise über die Kommandozeile compmgmt.msc des Ausführen-Fensters. Das Menü Dienste zeigt alle vorhandenen Dienste an und enthält auch eine kurze Erklärung darüber, was der Dienst bewirkt. Die Statusinformation zeigt, ob der Dienst aktiv ist. Anhand der Autostart-Statusanzeige sieht man auch, wieviele Dienste beim Startprozess automatisch mitstarten. Schnell und bequem lassen sich nicht benötigte Dienste einfach deaktivieren oder auf manuelles Starten einstellen.

Dazu muss man natürlich wissen, wofür ein Dienst zuständig ist. Die Kurzinformationen in Windows selbst geben darüber Auskunft. Wer sich nicht sicher ist, schlägt den Namen des Dienstes im Internet nach.

Aufschlussreich ist auch ein rechter Mausklick auf die Eigenschaften eines Dienstes. Dort sieht man beispielsweise in dem Menü Abhängigkeiten, was alles von diesem Dienst abhängig funktioniert. Gibt es keine, braucht man bei einer Deaktivierung keinen negativen Domino-Effekt auf andere Systemdienste befürchten. Man sieht auch den Namen des Prozesses, so wie er im Taskmanager erscheint. Beispielsweise ist dort gelistet, dass es einen Prozess namens lsass.exe gibt, der keine weitere Verwandtschaft zu dem gleichnamigen Virus LSASS aufweist. Die ProcessLibrary erweist hierbei einen guten Dienst als Nachschlage-Hilfe.

Wer allerdings die Zeit und Mühe für manuelles Tuning scheut, greift auf Software zurück. Eine Reihe von Programmen, auch kostenlose, nehmen dem Nutzer diese Arbeit ab. Empfehlenswert ist dabei Software wie Vista Services Optimizer, die nicht benötigte Dienste findet und deaktiviert.

Darüber hinaus gibt es viele Programme, die dem System eine allgemeinen Turbo-Antrieb versprechen. TuneUp oder TweakPower und viele andere Tuning-Programme widmen sich der PC-Optimierung. Man sollte allerdings vorsichtig vorgehen, bevor man irgendwelchen Programmen das Kommando überlässt. Ein Totalausfall wegen angeklickter Häkchen in einem Reinigungstool kann verheerende Folgen für das System haben. Zur Sicherheit sollte man vor jedem Einsatz eines Tuning-Programms einen Wiederherstellungspunkt setzen und den aktuellen Stand sichern.

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