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HipHop: Musik-Streaming von 45 Millionen Songs – Popcorn Time für Musik?

HipHop: Musik-Streaming von 45 Millionen Songs – Popcorn Time für Musik?

HipHop ist eine neue Anwendung für Windows, Mac und Linux, die mit einfachem Musikstreaming von 45 Millionen Songs so etwas wie Popcorn Time für Musiktitel sein will. Im Unterschied zur illegalen Anwendung Popcorn Time nutzt HipHop aber nicht BitTorrent als Quelle. Die Musik stammt von YouTube-Videos. Das bringt Qualitätsprobleme mit sich und wirft auch die Frage nach der Legalität auf.

Die Datenbank von 45 Millionen Musiktiteln stammt aus YouTube-Videos

Mit dem Slogan “Popcorn Time für Musik” werben die HipHop-Entwickler für ihre Anwendung und versprechen ein kostenloses und werbefreies Angebot. Der technische Hintergrund unterscheidet sich aber stark: Popcorn Time erlaubt das Streamen von über BitTorrent geteilten Inhalten. HipHop bezieht die Musik aus Videos von Googles Videoportal YouTube.

Die Anwendung bietet eine übersichtliche Bedienung und Oberfläche, die sich auf die Suche nach Liedern oder Interpreten konzentriert. Die Album-Cover und Informationen lädt HipHop von iTunes und Last.fm. Das Anlegen eigener Wiedergabelisten ist möglich.HipHop: Mit 45 Millionen Songs will die Anwendung zum Popcorn Time für Musik werden

Probleme mit Qualität und Legalität

Wer einmal ein bestimmtes Musikstück auf YouTube gesucht hat, kennt das Problem: Es existieren zahlreiche Versionen und Varianten eines Titels. Unterschiedliche Audioqualitäten und Live-Versionen erschweren die Suche, da HipHop beides nicht anzeigt. Erst durch Abspielen zeigt sich, ob ein Lied den Ansprüchen und Vorstellungen des Nutzers entspricht.

Außerdem führt HipHop an Google vorbei, was der Internet-Gigant nicht so gerne sehen dürfte. Ohne Werbeeinblendung vor den Videos geht Google leer aus, ebenso die Plattenfirmen und letzten Endes die Künstler. HipHop ist nicht eindeutig illegal wie Popcorn Time, dem die Anwendung nacheifert, befindet sich aber in einer rechtlichen Grauzone. Es bleibt abzuwarten, ob Google auf das Angebot von HipHop reagieren wird.

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

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Quelle / Bilder: HipHop

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