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18 Millionen gestohlene E-Mail-Passwörter – Bisher größter Fall von Datendiebstahl

Jakob Straub

Veröffentlicht

Die Staatsanwaltschaft in Verden hat gestohlene Zugangsdaten für 18 Millionen E-Mail-Konten ausfindig gemacht. Wie Der Spiegel berichtet handelt es sich um den bisher größten Fall von Datendiebstahl in Deutschland, von dem alle großen deutschen E-Mail-Anbieter betroffen sind. Einige Konten sind momentan noch in missbräuchlicher Verwendung.

Derzeit ist unklar, wie viele deutsche Nutzer wirklich betroffen sind, da es sich auch um internationale E-Mail-Adressen mit .com Endungen handelt. Die Behörden schätzen die Anzahl der Opfer in Deutschland auf etwa drei Millionen. Die Daten sind aktuell und zum Teil noch für kriminelle Aktivitäten in Gebrauch, beispielsweise für den Spam-Versand.

18 Millionen gestohlene E-Mail-Passwörter – Bisher größter Fall von Datendiebstahl

Laut Der Spiegel -Informationen hängt der Fall mit dem Diebstahl einer E-Mail-Datenbank im vergangenen Jahr zusammen. Durch Zufall stießen damals die auf Cyberkriminalität spezialisierten Ermittler auf 16 Millionen gestohlene Adressen mitsamt Passwörtern. Die Spur führte ins Baltikum, der Fall ist aber noch nicht aufgeklärt. Der Unterschied zum aktuellen Fall: Ein Großteil der im vergangenen Jahr gestohlenen Daten war veraltet und nicht mehr für kriminelle Zwecke zu gebrauchen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Fund gegenüber dem Spiegel, wollte aber aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen. Da E-Mail-Konten mit sozialen Netzwerken und eventuell Online-Banking oder Kreditkarten zusammenhängen, ist es für alle Nutzer deutscher Provider ratsam, ihr Konto zu überprüfen oder gleich das Passwort zu ändern.

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Quelle: Der Spiegel

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