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Trumps Veto gegen Anthropic war laut den Richtern illegal: was jetzt?

Richterin Lin wertet die Einstufung als Lieferkettenrisiko als Vergeltung

Trumps Veto gegen Anthropic war laut den Richtern illegal: was jetzt?

David Bernal Raspall

  • 28. August 2026
  • Aktualisiert: 28. August 2026 um 09:16
Trumps Veto gegen Anthropic war laut den Richtern illegal: was jetzt?

Ein Bundesgericht in Kalifornien hat Anthropic in seinem Konflikt mit der Trump-Regierung Recht gegeben. Wie The Verge berichtet, ist Richterin Rita F. Lin der Ansicht, dass seine Einstufung als „Risiko für die Lieferkette“ eine Vergeltungsmaßnahme war, die gegen den Ersten Verfassungszusatz verstößt. Doch was nun, nach dieser Wende?

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Der Ursprung liegt in den militärischen Grenzen

Um das einzuordnen, erinnern wir uns daran, dass alles begann, als das Pentagon seine Verträge mit Anthropic ausweiten wollte, um jede rechtlich zulässige Nutzung künstlicher Intelligenz zu ermöglichen. Anthropic zog hier zwei klare Grenzen: Massenüberwachung und autonome tödliche Waffen.

Nach dem Streit stufte die Regierung Anthropic als Risiko für die Lieferkette ein und trieb ihre Vereinbarungen mit Google, Microsoft, SpaceX und, insbesondere, mit OpenAI voran.

Die Gerichtsentscheidung kommt zu einem eigentümlichen Zeitpunkt, denn genau jetzt stellen sich Verantwortungsfragen, während die KI selbst entscheidet, auf bestimmte Anfragen mit Angriffen zu reagieren und auf externe Dienste zuzugreifen. Der Angriff von ChatGPT auf Hugging Face ist ohne Zweifel der auffälligste.

Was ändert sich ab jetzt?

Das Pentagon hat völlig freie Hand bei der Wahl seiner Anbieter. Das Urteil schränkt jedoch den Umfang der Maßnahmen, die die Regierung bei einer Meinungsverschiedenheit über die Vertragsbedingungen ergreifen kann, erheblich ein. Damit gewinnt Anthropic wieder Spielraum, mit der Regierung zu arbeiten und dabei seine eigenen Sicherheitsbeschränkungen beizubehalten.

In einer Mitteilung hat das Unternehmen erklärt, dass es produktiv mit der Regierung zusammenarbeiten will, sodass die militärische KI letztlich ebenso sehr von ihren eigenen Fähigkeiten abhängen wird wie von den Regeln, auf die sich Unternehmen und Regierungen einigen.

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