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Sony laut Bericht vor Disc-Aus: neue PlayStation-Spiele ab 2028 ohne Disc

Ältere Titel sollen auch nach 2028 weiter nachgepresst werden

Jesús Bosque

  • 6. Juli 2026
  • Aktualisiert: 6. Juli 2026 um 08:26

Sony bereitet Berichten zufolge ab Februar 2028 das Aus für neue PlayStation-Discs vor.

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Keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc

Sony soll Publisher und Partner darüber informiert haben, dass ab Februar 2028 keine neuen PlayStation-Titel mehr auf Disc gepresst werden.

Für den PlayStation-Markt wäre das ein massiver Einschnitt. Wenn die Berichte stimmen, kämen neue Releases dann nicht mehr als klassische Box mit Disc in den Handel. Begründet wird der Schritt demnach mit einem bekannten Trend: Immer mehr Käufe verlagern sich auf digitale Stores und Downloads.

Dazu passen auch die Zahlen, die in den Berichten genannt werden. Im vierten Quartal 2025 sollen bereits rund 85 Prozent aller PlayStation-Spielkäufe digital erfolgt sein.

Physische Verkäufe sind damit zwar noch da, aber schon lange nicht mehr das prägende Modell. Für Publisher und Händler bleibt das trotzdem ein harter Schnitt. Gerade im stationären Handel könnten klassische Retail-Versionen neuer Blockbuster in ein paar Jahren komplett verschwinden.

Ältere Titel dürfen weiter nachproduziert werden

Ganz plötzlich verschwindet das Format offenbar nicht. Spiele, die vor Januar 2028 erstmals erschienen sind, sollen den Angaben zufolge weiterhin nachgepresst werden dürfen.

Wer also auf spätere Auflagen, Nachlieferungen oder Sondereditionen älterer Games hofft, hat offenbar weiterhin Chancen. Das betrifft zum Beispiel Longseller, Sammlereditionen und Titel, die konstant gefragt bleiben.

Sony beendet den Kontakt zum physischen Markt damit also nicht von heute auf morgen, zieht bei neuen Veröffentlichungen aber eine klare Linie. Für Spiele, die nach dem Stichtag erscheinen, soll der Vertrieb im Handel den Berichten nach stattdessen über Download-Codes laufen.

Publisher könnten ihre Titel also weiter im Laden anbieten, nur eben nicht mehr auf Datenträgern, sondern über Codes zum Herunterladen. Wie genau diese Lösung auf PlayStation-Hardware am Ende aussehen wird, ist nach aktuellem Stand noch nicht abschließend festgelegt.

Kritik an Eigentum, Weiterverkauf und Archivierung

Kritik gibt es trotzdem. Entwickler, Publisher und Spieler weisen seit Jahren darauf hin, dass physische Medien mehr sind als bloße Nostalgie: Sie machen Sammlung und Archivierung einfacher, erlauben Weiterverkauf und Verleih, und für viele Käufer fühlt sich eine Disc schlicht stärker nach Besitz an als eine rein digitale Bibliothek.

Vor allem beim Thema Spielbewahrung ist die Sorge groß. Wenn Titel nur noch an Stores, Server und Lizenzmodelle gebunden sind, wächst die Abhängigkeit von Plattformbetreibern spürbar.

Verschwindet ein Shop oder ändert sich die Lizenzlage, kann das auf lange Sicht Folgen für die Verfügbarkeit haben. Die Meldung fügt sich außerdem in Sonys Digital-Strategie ein. Bereits angekündigt ist, dass die digitalen Stores für PlayStation 3 und PS Vita im Juli 2027 geschlossen werden.

Zusammen mit dem möglichen Ende neuer Discs befeuert das Spekulationen über eine PlayStation 6 ohne Laufwerk. Noch ist nicht jedes Detail offiziell bestätigt. Sollte sich der Plan bewahrheiten, wäre das einer der größten Umbrüche bei PlayStation-Veröffentlichungen.

Downloads: Keine Downloads verfügbar.

Jesús Bosque

Ich bin Journalist mit über 30 Jahren Erfahrung in Videospielen und Technologie. Obwohl Videospiele schon immer mein Fachgebiet waren, habe ich begonnen, auch die komplexen Strukturen von Projektmanagement-Tools wie Asana sowie die Automatisierungen mit Make.com und N8N zu entdecken und zu genießen.

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