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So entlarvt man betrügerische Massen-Mails und falsche Hilfe-Aufrufe

Mit leistungfähigen Spam-Filtern halten E-Mail-Provider unsere Postfächer schon relativ sauber. Gegen persönlich weitergeleitete Massen-Mails mit falschen Hilfe-Aufrufen oder Warnungen sind die Filter jedoch meist machtlos. Ob ein von Freunden und Bekannten erhaltener Kettenbrief ernst zu nehmen ist, verrät ein Besuch auf darauf spezialisierte Online-Seiten.

Besonders gutgläubige und hilfsbereite Nutzer senden oft ungeprüft Kettenmails an den kompletten Freundeskreis. Die Liste der so genannten Hoax-Mails ist lang: Es gibt Aufrufe zur Knochenmarkspende, angebliche Viren-Warnungen, Info-Mails über gefährliche Medikamente, Schneeballsysteme für das schnelle Geld, Anti-Kriegspetitionen oder falsche Bettelbriefe aus Afrika. Bevor man eine solche Mail weiterschickt, überprüft man besser vorher mit einer der folgenden Methoden den Wahrheitsgehalt.

Hoax-Datenbanken

Für den deutschsprachigen Sprachraum bietet die TU Berlin einen umfangreichen Hoax Info Service. Mit einem alphabetischen Register bekannter Betreff-Zeilen und einer Stichwortsuche findet man oft in kurzer Zeit einen Eintrag zur vorliegenden Nachricht. Fehlt die gesuchte Mail, kann man die Betreiber direkt kontaktieren und so Zweifel aus dem Weg räumen. Einen ähnlichen Service bieten die englischsprachigen Dienste hoaxbusters.org und Don’t Spread that Hoax.

Der Google-Check

Wird man bei den Hoax-Diensten nicht fündig, kann man der vorliegende Nachricht noch mit Google nachspüren. Durch die hohe Verbreitung von Massen-Mails findet man mit etwas Glück Informationen aus anderen Quellen. Dazu ein Beispiel mit der sehr verbreiteten Tränendrüsen-Mail zu einem angeblich an Hirnkrebs erkrankten Kind:

Die kleine N a t a l i e S c h i l l e r (Baby) aus Neukirchen/L
muss im Krankenhaus Kitzbühel dringend operiert werden ( Gehirnkrebs).
Die Eltern brauchen finanzielle Hilfe für die teure Operation.

AOL unterstützt die Familie SCHILLER.
Für jede Person welche diese Mail erhält bekommt die kleine
Natalie 5 Cent von AOL für ihre Operation. (siehe auch Brief der Mutter
am Ende dieser Mail) DEIN Beitrag zum Versuch ein junges Leben zu retten
besteht nur aus ein paar Mausklick®s:

Du brauchst dieses M a i l nur an möglichst viele Menschen weiterleiten
und hast damit sehr geholfen! BITTE MACHE ES !! Es kostet dich nichts,
außer ein paar Minuten deiner Zeit !!!

Dass diese Aktion seriös ist siehst du im Verlauf dieser Mail
(hat schon viele Polizeiposten durchlaufen)

Mit freundlichen Grüßen, Name entfernt,
Med.Abteilung des BNZ BURGENLAND

Mit Hilfe von Anführungszeichen findet Google komplette Sätze und damit oft auf Anhieb Hinweise zu vorliegenden Massen-Mails. Eine Suche nach dem Auszug Für jede Person welche diese Mail erhält bekommt die kleine Natalie 5 Cent von AOL für ihre Operation” entlarvt die Mail schnell als üblen Scherz.

Ausführliche Informationen zum Thema Hoax und Phishing-Mails findet man bei den Kollegen von techfacts. Da das Aufkommen an Scam-Mails laufend zunimmt, kann ein genaueres Studium des Themas nicht schaden.

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