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Netflix kündigt „The Bombing of Pan Am 103“ an: Start am 30. Juli

Sechsteiler beleuchtet die internationalen Ermittlungen nach Lockerbie

Netflix kündigt „The Bombing of Pan Am 103“ an: Start am 30. Juli

Jesús Bosque

  • 18. Juli 2026
  • Aktualisiert: 18. Juli 2026 um 06:06
Netflix kündigt „The Bombing of Pan Am 103“ an: Start am 30. Juli

Netflix hat den sechsteiligen Crime-Thriller „The Bombing of Pan Am 103“ für den 30. Juli angekündigt. Die Serie läuft dann auf dem Streaming-Dienst des Anbieters. Im Mittelpunkt steht laut Netflix nicht allein der Anschlag auf Pan Am Flug 103, sondern vor allem die internationale Ermittlungsarbeit, die danach begann.

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Sechsteiler über Anschlag und Ermittlungen

Der prominent besetzte Sechsteiler verbindet historische Tragödie, Justizdrama und einen geopolitischen Kriminalfall in einer einzigen Serie.

Der Start kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Fall Lockerbie wieder stärker in den Blick rückt. Obwohl die Katastrophe fast vier Jahrzehnte zurückliegt, sind zentrale Fragen bis heute umstritten: Wer trug die Verantwortung, wie belastbar war die Beweislage, und gab es womöglich weitere Beteiligte?

Der Anschlag von Lockerbie

Pan Am Flug 103 explodierte am 21. Dezember 1988 über Lockerbie in Schottland. 270 Menschen kamen ums Leben, 259 an Bord und 11 am Boden. Die Opfer stammten aus 21 Ländern.

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Bis heute gilt der Anschlag als der tödlichste Terrorakt der britischen Geschichte und als eines der folgenschwersten Terrorverbrechen der jüngeren Vergangenheit.

Eine der größten Mordermittlungen überhaupt

Danach begann eine Untersuchung in einem Ausmaß, das bis heute herausragt. Schottische Behörden und das FBI arbeiteten in dem Fall zusammen, während Trümmer über eine Fläche von 845 Quadratmeilen , also rund 2.190 Quadratkilometern, verstreut lagen.

Gerade diese Größenordnung macht den Stoff für eine Serie so naheliegend. Netflix erzählt hier von einem Verbrechen, das eine der größten Mordermittlungen überhaupt nach sich zog. 1991 wurden zwei libysche Geheimdienstmitarbeiter angeklagt. Abdelbaset al-Megrahi wurde 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt, Lamin Khalifah Fhimah dagegen freigesprochen. 2003 übernahm Libyen formell die Verantwortung für den Anschlag und zahlte Entschädigungen an die Familien der Opfer.

Der Fall ist juristisch nicht beendet

Trotz der früheren Urteile ist das Kapitel Lockerbie bis heute nicht abgeschlossen. Dezember 2022 kam im Dezember 2022 in US-Gewahrsam. Die US-Behörden werfen ihm vor, die Bombe für den Anschlag gebaut zu haben.

Sein Prozess vor einem Bundesgericht in Washington, D.C., soll nach jetzigem Stand Ende April 2026 beginnen. In den bisherigen Anhörungen ging es zuletzt unter anderem um die Frage, ob ein angebliches Geständnis aus dem Jahr 2012 vor Gericht zugelassen werden darf. Abu Agila Mohammad Mas’ud bestreitet, dass die Aussage verwertbar ist, und sagt, sie sei unter Zwang zustande gekommen.

Weitere Kontroversen um Lockerbie

Auch um Abdelbaset al-Megrahi gibt es weiter Streit. Er wurde 2009 aus humanitären Gründen wegen einer Krebserkrankung freigelassen und starb 2012. Seine Unschuld beteuerte er bis zuletzt.

Ein möglicher posthumer Rechtsbehelf wurde 2020 erneut angestoßen, 2021 dann aber zurückgewiesen. Für Netflix dürfte „The Bombing of Pan Am 103“ das Interesse an einem Fall neu anheizen, der weit über den Anschlag selbst hinausreicht: zu den Schicksalen der Opfer aus aller Welt, zu den Folgen für die Menschen in Lockerbie und zu politischen Hintergründen, über die bis heute gestritten wird.

Downloads: Netflix für Android und iOS herunterladen

Jesús Bosque

Ich bin Journalist mit über 30 Jahren Erfahrung in Videospielen und Technologie. Obwohl Videospiele schon immer mein Fachgebiet waren, habe ich begonnen, auch die komplexen Strukturen von Projektmanagement-Tools wie Asana sowie die Automatisierungen mit Make.com und N8N zu entdecken und zu genießen.

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