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Microsofts neues Notfall-Netzwerk: Was steckt hinter Vine?

Microsofts neues Notfall-Netzwerk: Was steckt hinter Vine?

Mit Vine testet Microsoft derzeit ein Soziales Netzwerk für Notfälle. Der Service verbindet Facebook, Twitter, Textnachrichten, Telefonanrufe, E-Mail und andere Kommunikationswege in einem System und soll Menschen in Krisensituationen vernetzen. Die Anwendung lädt man auf den Desktop und meldet sich über eine Windows Live ID an.

In das eigene Vine-Profil gibt man die Wohnorte, Telefonnummern und Facebook-IDs nahe stehender Personen ein. In einer Art Sammelstelle sieht man die Facebook-Statusanzeige von Familienmitgliedern und Freunden und – falls sie ihn eingetragen haben – auch deren aktuellen Aufenthaltsort. Twitter und weitere Netzwerke sollen folgen. Ebenfalls geplant ist die Integration von herkömmlichen Telefonen, die in der aktuellen Beta-Version noch nicht vorliegt.

Vernetzung mit Behörden und Angehörigen
Derzeit wird Vine in den USA getestet. Aus mehr als 20.000 lokalen und nationalen Medien, inklusive öffentlichen Bekanntmachungen der Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA und dem nationalen Zentrum für vermisste Kinder trägt Microsofts Netzwerk-Dienst aktuelle Nachrichten zusammen. Die für den Nutzer relevanten Nachrichten zeigt Vine auf den markierten Orten der eigenen virtuellen Karte an.

In einem Notfall  können Betroffene ein Alarmsignal an Kontakte aus ihrer Liste schicken, beispielsweise per E-Mail oder Textnachricht. Oder sie veröffentlichen ihren Hilferuf in einem Rutsch über Facebook, Twitter, etc. und erhalten Antwort über dieselben Kanäle. Auch das Verfassen von längeren Berichten ist möglich.

In Zukunft sollen sich neben Notfällen weitere Nutzungsformen für Vine finden, beispielsweise das Benachrichtigen der Familie, wenn man länger arbeitet. Die Vernetzung der Netzwerke inklusive der Integration verschiedener Technologien – diese Idee ist sicherlich nicht neu. Es bleibt jedoch die Frage, in welchen Notfällen eine Internetverbindung zur Hand ist. Inwiefern Vine auch bei größeren Katastrophen wie Erdbeben oder Wirbelstürmen einen Nutzen bringt, wird wohl nur der praktische Einsatz zeigen.

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