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Live-Messenger: Programme wie Miranda oder Pidgin sollen weiter funktionieren

Markus Kasanmascheff

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Microsoft legt den Live Messenger still und zwingt alle Nutzer zum Umzug zu Skype. Alle Nutzer? Nein! Denn Software von Drittanbietern für das Messenger-Protokoll funktioniert vorerst weiter, wenn man die eigenen Messenger-Kontakte nicht in Skype integriert.

Der Wechsel von Messenger zu Skype betrifft eine Vielzahl von Produkten. Neben den Original-Messenger Programmen von Microsoft basieren auch Klone wie aMSN Messenger und Multimessenger wie Digsby, Trillian, Miranda und Pidgin auf dem Messenger-Protokoll.

Bild: Multi-Messenger Trillian

Die Original-Clients schaltet Microsoft im April 2013 ab. Software von Drittanbietern funktioniert jedoch vorerst weiter. Microsoft hat inzwischen offiziell bestätigt, dass das Messenger-Netzwerk über das Protokoll MSP (Mobile Service Proxy) weiterhin erreichbar bleibt. Das seit Dezember 2011 unterstützte Protokoll XMPP funktioniert ebenfalls weiter. XMPP kommt in vielen Multimessengern wie Digsby und Trillian zum Einsatz.

Der Haken bei der Sache

Hat man das Konto aber einmal mit Skype fest verbunden, funktionieren die alten Messenger-Programme möglicherweise nicht mehr. Um Messenger-Klone und bestimmte Multi-Messenger weiter nutzen zu können, sollte man sicherheitshalber vorerst auf den Wechsel verzichten.

Undurchsichtige Kommunikationspolitik von Microsoft

Dem für viele verwirrenden Vorgehen von Microsoft kann man durchaus Kalkül unterstellen. Einerseits möchte das Unternehmen so viele Messenger-Nutzer zu einem Umzug bewegen. Skype soll das neue Messenger-Flagschiff werden. Auf der anderen Seite will man offensichtlich Partner und Lizenznehmer kompatibler Programme nicht vor den Kopf stoßen.

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