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Lavabit-Alternative Posteo wird international – Update: Neue Verschlüsselung

Lavabit-Alternative Posteo wird international – Update: Neue Verschlüsselung

Der deutsche E-Mail-Anbieter Posteo könnte sich auch außerhalb von Deutschland zu einer Alternative des eingestellten Dienstes Lavabit entwickeln. Lavabit hat Mails besonders sicher verschlüsselt und kam in Zusammenhang mit dem Prism-Enthüller Edward Snowden unter Druck. Laut Softonic-Informationen arbeitet das Unternehmen an einer englischen Übersetzung der Internetpräsenz. Der Mail-Dienst lässt sich bereits jetzt in 68 Sprachen nutzen.

In einem Gespräch mit Softonic bestätigte Posteo-Geschäftsführer Patrick Löhr, dass man an einer Übersetzung der Webseiten in die englische Sprache arbeitet. Einen festen Zeitpunkt konnte Löhr noch nicht bestätigen. Aktuell übersetzten die Posteo-Mitarbeiter die allgemeinen Informationsseiten. Wann der gesamte Dienst inklusive Zahlungsverkehr für die monatlichen Gebühren übersetzt ist, kann das fünf Mann starke Unternehmen aus Berlin bislang nicht sagen. Der E-Mail-Support läuft auf Wunsch bereits heute in englischer Sprache.

Lavabit Alternativ Posteo in English

Posteo schon jetzt in anderen Sprachen nutzen

Posteo-Kunden können den Webdienst bereits jetzt in anderen Sprachen nutzen. Die Benutzeroberfläche des Webmailers lässt sich in 68 verschiedenen Sprachen nutzen, darunter Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Spanisch, Polnisch, Niederländisch oder Chinesisch.

Auch an der Sicherheit wird gearbeitet

Neue Funktionen kündigt Posteo nur ungern an, da man nie wisse, ob man gesetzte Zeitpläne auch einhalten könne. “Wir arbeiten bereits an einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Webzugang”, bestätigte Löhr dennoch. Auch an der Verschlüsselung der Daten mit dem Nutzerkennwort arbeitet Posteo. Allerdings kann man noch keinen Zeitplan für eine Integration der Funktionen nennen.

Wie Posteo im Vergleich mit den großen Anbietern auf dem deutschen Markt dasteht, haben wir in unserem Artikel Alternative zu T-Online und GMX: Wie sicher ist Posteo? zusammengefasst.

Seit Beginn der PRISM-Affäre Anfang Juli hat sich die Anzahl der E-Mail-Postfächer und damit zahlenden Kunden nahezu verdoppelt. Das Geld wird nun verwendet, um neue Mitarbeiter einzustellen.

Update: Posteo führt Verschlüsselung der Handynummern ein

Am 30. August hat Posteo die Verschlüsselung der im System hinterlegten Handynummern eingeführt. Das System speichert die Nummern für eine Passwort-Zurücksetzung im System. Mit der Umstellung haben nun weder das Posteo-Team noch die Systemsoftware einen Zugriff auf die Telefonnummern der Kunden. Diese sind als verschlüsselter Hash im System hinterlegt.

Hat ein Kunde sein Passwort vergessen, gibt dieser auf der Posteo-Seite die Posteo-Kennung und die dazu gehörige Telefonnummer ein. Die Nummer wird anschließend erneut verschlüsselt und mit den Daten im System verglichen. Ist die verschlüsselte Handynummer im System hinterlegt, erhält der Kunde ein neues Passwort per Kurzmitteilung zugesendet.

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