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Wie kommt Java-Software auf das Handy

Shawn Hogan

Shawn Hogan

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Installation von Java-Software via BluetoothHandys sind eine immer wichtigere Plattform für Software- und Spiele-Hersteller. Um eine möglichst breites Publikum anzusprechen, wählen viele Entwickler Java als betriebssystemunabhängige Programmiersprache. Speziell für mobile Geräte wie Handys gibt es die so genannte Java Platform 2, Micro Edition oder kurz J2ME.

Unzählige Anwendungen für Java-Handys stehen inzwischen bereit. Von Spielen bis hin zu Google Maps und anderen Routenplanern reicht die Bandbreite an Software. Doch wie kommt eigentlich Java-Software auf das Handy? Wir erklären kurz die vier gängigsten Installationswege für Java-Anwendungen:

  • Direktinstallation per WAP-Push: Bei dieser Variante fordert der Anwender eine Java-Software per Kurzmitteilung von einem Servicedienstleister an. Nach einer erneuten Bestätigung via SMS schickt der Anbieter eine MMS mit angehängter Datei direkt auf das Mobiltelefon.
  • Der direkte Download aus dem Internet: Der Anwender lädt mit dem mobilen Web-Browser eine so genannte JAR- oder JAD-Datei direkt aus dem Internet auf das Mobile.Screenshot Nokia PC Suite
  • Installation mit der PC-Software des Geräte-Herstellers: Viele Hersteller wie Nokia und Sony Ericsson legen ihren Geräten spezielle Software bei, mit denen man via Bluetooth oder Kabel die Dateien auf das Handy überträgt. Andere Hersteller wie beispielsweise Motorola liefern hingegen in der Regel keine eigenen Transferhelfer mit oder verlangen eine Extra-Gebühr.
  • Dateitransfer auf einer Speicherkarte: Nachdem man die Java-Software auf den PC geladen hat, überträgt man die Datei(en) auf eine handy-kompatible Speicherkarte. Über den eingebauten Dateimanager des Mobilen startet man den Installationsprozess. Nachteil bei dieser Variante: Viele Handy-Dateimanager erlauben nur den Zugriff auf bestimmte Verzeichnisse auf der Speicherkarte, sodass man genau wissen muss, in welchen Ordner man die Installationsdateien ablegt.

Bei einigen Handys unterbinden manche Hersteller wie Samsung ganz bewusst die anwenderseitige Installation von Java-Software. Bei solchen Geräten bleibt dann lediglich die Direktinstallation per kostenpflichtem WAP-Push. Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, dem sei Nepomuk Karbachers Diplomarbeit “Mobile Programmierung und Softwareentwicklung in Java und J2ME” wärmstens empfohlen.

Shawn Hogan

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