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id Software verliert laut Bericht die Hälfte des Teams: Xbox-Reset trifft DOOM-Studio
Rund 90 bis 95 Jobs entfallen trotz Fokus auf DOOM

- 8. Juli 2026
- Aktualisiert: 8. Juli 2026 um 10:17

Microsoft baut seine Gaming-Sparte Xbox nach mehreren aktuellen Berichten gerade tiefgreifend um. Im Zuge dieser Restrukturierung sollen insgesamt rund 3.200 Stellen wegfallen.
Eine erste Welle hat den Berichten nach bereits etwa 1.600 Jobs gekostet.
Besonders heftig trifft es offenbar id Software, also das Studio hinter DOOM. Dort soll rund die Hälfte der Belegschaft weggefallen sein, ungefähr 90 bis 95 Mitarbeitende. Für Fans und Leute, die die Branche beobachten, sticht dabei nicht nur das Ausmaß ins Auge. Auch der Zeitpunkt fällt auf.
Xbox-Reset trifft id Software in einer starken Phase
Die gemeldeten Einschnitte bei id Software kommen ausgerechnet in einer Phase, in der das Studio mit DOOM: The Dark Ages und einer neuen Erweiterung sichtbar im Mittelpunkt steht.
Nach außen wirkt die Marke stabil und präsent. Intern dagegen wird das Team mehreren Berichten zufolge massiv verkleinert. Dahinter steht ein größerer Umbau bei Xbox, der intern laut diesen Berichten teilweise als „Xbox-Reset“ bezeichnet wird.
In einem internen Memo, das verschiedenen Berichten nach Xbox-Chefin Asha Sharma zugeschrieben wird, soll es geheißen haben, die Sparte sei „nicht gesund“ gewesen.
In diesem Schreiben werden den Berichten zufolge unter anderem schwächere Margen als bei der Konkurrenz und ein langsamer wachsender Game Pass genannt, als man es erwartet hatte.
Weniger Management, mehr Fokus auf große Marken
Mit dem Umbau sollen die Kosten sinken und die Struktur der Gaming-Sparte schlanker werden. Berichten zufolge will Microsoft die Zahl der Management-Ebenen teils von 14 auf maximal fünf herunterbringen.
Gleichzeitig könnten einige Studios laut den vorliegenden Berichten abgespalten oder verkauft werden. Investitionen sollen stattdessen stärker auf die größten und erfolgreichsten Xbox-Franchises gelenkt werden.
Für Bethesda heißt das den Berichten nach wohl: mehr Konzentration auf Kernmarken wie Fallout, The Elder Scrolls, Wolfenstein, Doom und Quake.
Das fügt sich in eine Strategie, die in unsicheren Zeiten vor allem auf bekannte Reihen mit großer Reichweite setzt. Für kleinere Projekte oder riskantere Ideen dürfte dadurch weniger Platz bleiben.
Auch andere Xbox-Studios sind betroffen
id Software ist offenbar nicht das einzige Team, das unter diesem Umbau leidet. Auch Obsidian Entertainment soll betroffen sein.
Dazu kommen Compulsion Games, Double Fine, Ninja Theory und Undead Labs, die in mehreren Berichten als mögliche Kandidaten für eine Abspaltung oder Veräußerung auftauchen. Arkane Studios zählt Berichten zufolge ebenfalls zu den Teams, die für ein Spin-off oder einen Verkauf infrage kommen könnten.
Microsoft sortiert sein Spielegeschäft damit also nicht nur personell neu, sondern auch strategisch.
Für Entwickler heißt das vor allem eines: Unsicherheit. Selbst dann, wenn sie bei angesehenen Teams und unter bekannten Marken arbeiten.
Kritik aus der Branche wächst
Die Reaktionen fallen entsprechend deutlich aus. Entwickler, Analysten und die Communications Workers of America warnen davor, dass mit diesen Kürzungen viel Erfahrung und institutionelles Wissen verloren geht.
Bei id Software kommt noch ein weiterer Punkt dazu: die Frage, wie es mit der hauseigenen Technologie id Tech weitergeht, die seit Jahren ein zentraler Baustein des Studios ist.
Zusätzliche Kritik richtet sich auf den Umgang mit Beschäftigten in Teams, die gewerkschaftlich organisiert sind oder sich gerade organisieren.
Noch ist offen, wie weit dieser Umbau am Ende wirklich geht. Eins zeichnet sich aber schon jetzt ab: Der Xbox-Reset verändert die Struktur von Microsofts Gaming-Geschäft spürbar, und selbst legendäre Studios sind davor offenbar nicht geschützt.
Downloads: Download Xbox für Android und iOS
Ich bin Journalist mit über 30 Jahren Erfahrung in Videospielen und Technologie. Obwohl Videospiele schon immer mein Fachgebiet waren, habe ich begonnen, auch die komplexen Strukturen von Projektmanagement-Tools wie Asana sowie die Automatisierungen mit Make.com und N8N zu entdecken und zu genießen.
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