Foul Play im Test: Sensationelle Action-Kunststücke für ein sensationshungriges Publikum

Foul Play im Test: Sensationelle Action-Kunststücke für ein sensationshungriges Publikum

Foul Play bringt einen ungewöhnlichen Side-Scroller auf den Rechner. Auf einer Theaterbühne macht der Spieler vor wechselnden Kulissen Jagd auf Dämonen und belustigt das Publikum mit Kombo-Angriffen gegen allerlei Feinde. Versagt man, fällt man in Ungnade der Zuschauer, der Vorhang fällt und das Spiel ist vorbei.

Foul Play CharacterBaron Dashforth tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Der Meister-Dämonenjäger ist in Foul Play spurlos verschwunden, also muss der Sohn die Lücke füllen. Gemeinsam mit seinem Assistenten stellt er sich zahllosen Schergen auf einer Theaterbühne vor sensationsversessenem Publikum.

In verschiedenen Wellen erscheinen Feinde, die man mit Hieben von der Bühne fegt. Je kunstvoller man die Hiebe zu Kombinationsattacken verknüpft, desto rascher schnellt die Kombo-Zahl in die Höhe und das Publikum geht begeistert mit.

Begeisterung ist zugleich die Lebensenergie in Foul Play. Kassiert man Treffer, ärgern sich die Zuschauer. Sinkt die Zustimmung zu weit, fällt der Vorhang und die Show ist vorbei. Aus kritischen Situationen kann man sich mit einem Trick retten. Ähnlich wie in den Musikspielen Guitar Hero oder Rock Band kann man mit einem zeitlich begrenzten Spezial-Kommando die Stimmung heben und auf diese Weise das Ruder auch in letzter Sekunde herumreißen.

Foul Play umfasst fünf Akte mit unterschiedlichen Bühnenbildern. Mit jeder besiegten Feind-Welle zieht die Landschaft im Hintergrund von rechts nach links vorbei. Abschnitte unterteilen die Akt in handliche Portionen, die man aus dem Hauptmenü wählen und später wiederholen kann. Zum Ende eines Abschnitts winken Punkte und Auszeichnungen für erfüllte Herausforderungen.

Foul Play - Play 3 Act 3 - Neptune's Court

Auf Wunsch kann man Foul Play allein oder zu zweit in einem kooperativen Modus spielen. Für das kooperative Spiel müssen beide Spieler am gleichen PC sitzen. Die beiden Dämonenjäger erscheinen zugleich auf demselben Bildschirm.

Der Schwierigkeitsgrad steigt in Foul Play parallel zum Spielfortschritt. Gegner weichen schneller aus, können mehr einstecken oder setzen dem Spieler mit gefährlichen Geschossen zu.

Bedienung

Am besten steuert sich Foul Play mit dem Gamepad. Alternativ kann man auch auf die Tastatur zurückgreifen und die Tastenbelegung eigenen Wünschen anpassen.

Foul Play Play 1 Act 1 - Foreman Boss

Im Kampf ist man gut beraten, sich Gegner einzeln vorzuknöpfen. Man greift sie an, weicht Angriffen aus oder hüpft über sie hinweg. Das Spiel zeigt drohende Attacken an – und damit eine Gelegenheit, dem Gegner mit einem Konter zuvor zu kommen. Man kann sich den Widersacher schnappen und ihn auch Feinde werfen. Selbst starke Boss-Gegner verlieren mit der Wurf-Technik rasch Lebensenergie. Erwischt man mehrere Gegner auf einmal mit Wurf- oder Luftangriffen, gröhlt das Publikum vor Freude.

Grafik und Sound

Das Bühnenbild von Foul Play wechselt mit jedem Akt. Die Szenen wirken wie handgemalte Montagen und bilden verschiedene Themen ab, etwa ägyptisch anmutende Wüstenlandschaften oder Unterwasserwelten. Die Figuren sind zweidimensional gehalten, weisen aber eine Vielzahl flotter Animationen auf. Passend zum raschen Spiel blendet Foul Play Dialogtafeln ein, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Gesprochene Dialoge gibt es nicht.

Foul Play - Play 4 Act 5 - The Flame Daemon

Die Musik sorgt beim rasanten Gameplay von Foul Play für gute Stimmung. Während der Spieler seine Kombo in die Höhe treibt und das Publikum in Jubelstimmung ausbricht, tönt ein Ohrwurm-vedächtiger Soundtrack aus den Lautsprechern. Gerät der Spieler dagegen in Schwierigkeiten und der Mob beginnt zu murren, verstummt auch die Musik. Das unterstreicht das Gänsehaut-Gefühl und die Verbindung zwischen Spielfigur und Zuschauern.

Fazit: Lustiger Side-Scroller mit tollem Unterhaltungswert

Foul Play Character 2Foul Play weckt ähnlich morbide Belustigung wie ein Gladiatorenkampf im alten Rom. Nur wenn es in der Arena so richtig zur Sache geht, sind die Zuschauer zufrieden. So geht es mir in diesem außergewöhnlichen Side-Scroller auch. Dabei gelingt es Foul Play, eine Verbindung zwischen Action und dem sensationshungrigen Publikum im Vordergrund aufzubauen. Gute Aktionen feiert der Mob, Fehschläge gipfeln in markerschütterndem Gepfeife und lassen die Knie schlottern – bis das Äußerste geschieht und der Vorhang die Partie beendet.

Perfekt abgestimmte Musik, eine lustig präsentierte Kurzgeschichte und zahlreiche kleine Herausforderungen machen Foul Play zu einem kleinen Juwel unter den großen Winterspielen – das man sich nicht entgehen lassen sollte. Einziger Wermutstropfen ist der beschränkte Spielumfang.

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