Die vier schlechtesten Spiele-Umsetzungen von Spielfilmen

Spielfilm-Blockbuster ziehen. Das weiß auch die Spiele-Branche. Doch was von den beliebten Filmen in der Spiel-Umsetzung übrig bleibt, ist nicht immer ein Highlight. Ich blicke auf meine vier größten Enttäuschungen der letzten fünf Jahre zurück.

Fehlschlag 1: Rambo: The Video Game (2014)

Rambo - The Video GameRambo ist der Action-Held der 80er Jahre. Zumindest auf der Kinoleinwand konnte ihm niemand etwas anhaben. Annähernd jeder Kugel weicht der sture Einzelgänger aus, ohne die grimmige Miene zu verziehen.

Echte Kratzer fügt seinem Kämpfer-Image erst ein Spiel zu, das drei Jahrzehnte später erschien. Rambo: The Video Game wird dem Leinwand-Vorbild nicht gerecht. Das detailarme Spiel mit der grauenvollen Steuerung lässt jeden Fan kalt. Da nützt es auch wenig, dass das Spiel die gesamte Trilogie umfasst.

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Fehlschlag 2: Herr der Ringe – Krieg im Norden (Windows 2011, Mac 2013)

Lord of the Rings - War in the NorthPeter Jackson brachte Tolkiens fantastisches Herr-der-Ringe-Epos meisterhaft auf die große Leinwand. In bildgewaltigen Szenen verfolgten Millionen Zuschauer das Spektakel rund um Frodo, seine Freunde und den verführerischen Ring der Macht. Die gelungen in Szene gesetzten Kampfszenen und die unter Spielern beliebte Fantasy-Umgebung sind eine Steilvorlage für ein Spiel.

Als Action-Rollenspiel greift Herr der Ringe – Krieg im Norden die Filmvorlage auf. Genau genommen greift das Spiel nur den Namen auf und streut ein paar namentlich bekannte Figuren ein. Die Verbindung zur Romanhandlung ist bestenfalls lose. Es bleibt ein etwas wirr steuerbares, sehr kurzes Spiel mit vielen technischen Macken, dessen herausragender Glanzpunkt die Musik ist.

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Download Herr der Ringe – Krieg im Norden (Mac)

Fehlschlag 3: James Cameron’s Avatar: Das Spiel (2009)

AvatarAvatar – Aufbruch nach Pandora hat die Kinokassen klingeln lassen und ist mit rund 2,8 Milliarden Dollar Einnahmen der umsatzstärkste Kinofilm aller Zeiten. Das actionlastige Öko-Drama rund um den erdähnlichen Planeten Pandora mischt Spezialeffekte gekonnt mit realen Filmaufnahmen und setzte als 3D-Film Maßstäbe. Die vielen Effekte drängen eine Umsetzung als Videospiel förmlich auf.

Trotz der guten Ausgangslage verkommt James Cameron’s Avatar: Das Spiel wegen der vielen stets gleichen Aufgaben zu einem stupiden Botengang-Spielchen, das einfach nur langweilig ist. Die wirre Kamera steht ebenso wie die schlecht dosierbare Steuerung der Action im Weg. Das Schlimmste: Ohne Vorkenntnis des Films erfährt der Spieler nicht, worum es überhaupt geht.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_LstNbhOIqQ[/youtube]

Download James Cameron’s Avatar

Fehlschlag 4: Terminator: Die Erlösung (2009)

Terminator SalvationOk, Terminator: Die Erlösung gehört nicht unbedingt zur cineastischen Extraklasse. Im vierten Terminator-Film geht es um den Überlebenskampf gegen unbeherrschbare Maschinen rund um die Helden-Ikone John Connor. Trotz einer mageren Story bleibt bei dem effektvollen Action-Feuerwerk eine gute Ausgangslage für ein kurzweiliges Action-Spiel.

Das mit der Kurzweil nimmt Terminator: Die Erlösung offenbar wörtlich. Das viel zu kurze Spiel wird dem Material nicht gerecht und macht aus dem durchschnittlichen Film unterdurchschnittliche Action-Kost. Auf die ewig gleichen Gegner ballern viele Zocker nur deshalb beharrlich ein, um ihre virtuellen Trophäen-Vitrine ohne große Anstrengung aufzustocken.

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Fazit: Vorsicht bei Begleit-Spielen zu Film-Blockbustern!

Ein guter Film macht noch kein gutes Spiel. Die Beispiele zeigen, dass Spiele guten Filmen längst nicht immer das Wasser reichen können. Das ist schade, denn eines haben diese Filme gemein: Potenzial für ein gutes Spiel. Es wurde nur nicht genutzt.

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