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Die Rückkehr der Templer

Valentin Kramer

Veröffentlicht

2008 verspricht ein gutes Jahr für Adventure-Fans zu werden: Am 28. September soll die inoffizielle Fortsetzung des PC-Spiels Baphomets Fluch erscheinen. Teil  drei und vier hatten den Ausflug in die 3D-Gefilde nicht unbeschadet überstanden. Witz und Charme der beiden zweidimensionalen Vorgänger waren einem seelenlosen Genre-Mix gewichen. Die hakelige Steuerung und stupide Rätsel à la “Schiebe die Kiste von A über B nach C” taten ihr Übriges. Seitdem ruhen die Hoffnungen auf dem Fanprojekt Baphomets Fluch 2.5.

Bereits Ende 2000 beschloss eine Handvoll Teenager, ihr Lieblings-Adventure auf eigene Faust fortzusetzen. Rasch wurde die Firma mindFactory gegründet, Mitglieder rekrutiert und mit Programmiersprachen experimentiert. In einem Interview mit den Kollegen von KGN zeigt sich Projektleiter Daniel Butterworth selbst darüber erstaunt, welche Ausmaße und Qualität das Projekt angenommen hat.

 

Die Ergebnisse, anspielbar in einer Demo, sind in der Tat viel versprechend. Der detaillreiche Comic-Stil der ersten beiden Teile wurde liebevoll aktualisiert. Mit Hilfe der klassischen Point-and-Click-Steuerung erkundet man die Umgebung, führt jede Menge (wahn-)witziger Dialoge und löst verzwickte Rätsel. Auch mit der Story kehren die Entwickler zum Ursprung der Serie zurück: In Baphomets Fluch 2.5 geht es wieder darum, die üblen Machenschaften der Neo-Templer zu vereiteln.

Ein besonderes Schmankerl ist die Synchronisierung. Zahlreiche bekannte Sprecher leihen den Figuren unentgeltlich ihre Stimmen. Neben der Original-Stimme des Protagonisten George Stobbart konnte das Entwickler-Team die deutschen Synchronsprecher von Fry (Futurama), Jim Carrey und Anthony Hopkins gewinnen.

Unlängst ließ der Webmaster Sebastian Nisi verlautbaren, dass fieberhaft an der Beta-Version geschraubt wird, damit Baphomets Fluch 2.5 pünktlich am 28. September auf den Fan-Festplatten landet. Wie das Spiel letztendlich aussieht und ob es die anspruchsvolle Fangemeinde zufriedenstellt, wird erst der Test zeigen – demnächst nachzulesen auf Softonic.de. Aber eines steht schon jetzt fest: Für den betriebenen Aufwand und ihr Durchhaltevermögen verdient das mindFactory-Team große Anerkennung.

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