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Bungie beendet Rechtsstreit mit Christopher Barrett: Vergleich ohne Urteil

Details geheim, Barrett hatte bis zu 200 Millionen gefordert

Bungie beendet Rechtsstreit mit Christopher Barrett: Vergleich ohne Urteil

jeffersonbetaizar

  • 9. Juli 2026
  • Aktualisiert: 9. Juli 2026 um 10:13
Bungie beendet Rechtsstreit mit Christopher Barrett: Vergleich ohne Urteil

Bungie, Sony Interactive Entertainment und der frühere Bungie-Manager Christopher Barrett haben ihren Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der drei Parteien hervor.

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Vergleich beendet langjährigen Streit

Mit der Einigung endet ein viel beachtetes Verfahren zwischen dem langjährigen Bungie-Manager Christopher Barrett, Bungie und Sony Interactive Entertainment, ohne dass ein Gericht darüber urteilen musste. Was genau vereinbart wurde, haben die Beteiligten nicht offengelegt.

Für Barrett schließt sich damit ein Fall, in dem er nach seiner Entlassung im Jahr 2024 laut Klage Forderungen von bis zu 200 Millionen US-Dollar geltend gemacht hatte. In der gemeinsamen Erklärung erklärte er, er sei mit der Einigung „sehr zufrieden“ und wolle sich jetzt auf das nächste Kapitel seiner Karriere in der Spielebranche konzentrieren.

Vorwürfe gegen Bungie und Sony bleiben ungeklärt

Barrett hatte Bungie und Sony Interactive Entertainment vorgeworfen, ihn gezielt gekündigt zu haben, damit ihm hohe Ansprüche aus bereits zugesagten Aktienpaketen und Bonuszahlungen nicht mehr ausgezahlt werden müssen.

Nach seiner Darstellung standen diese Vergütungen im Zusammenhang mit Sonys 3,6-Milliarden-Dollar-Übernahme von Bungie. Außerdem, so Barrett, habe ihn das Studio zum Sündenbock für geschäftliche Probleme und Imageschäden gemacht.

Bungie und Sony Interactive Entertainment haben diese Version des Geschehens im Verfahren zurückgewiesen. Nach Angaben der Unternehmen wurde Barrett aus wichtigem Grund entlassen.

Sony verwies dabei unter anderem auf eine interne Untersuchung zu Vorwürfen unangemessenen Verhaltens gegenüber weiblichen Mitarbeiterinnen.

Durch den Vergleich wird es nun keine öffentliche Klärung der zentralen Streitfragen vor Gericht geben. Offen bleibt vor allem, ob Barrett am Ende einen nennenswerten Teil der ursprünglich geforderten Summe erhalten hat.

Dazu sagen die Parteien nichts.

Barrett erhält auch öffentliche Anerkennung

Die Einigung scheint laut gemeinsamer Erklärung nicht nur finanzielle Punkte zu umfassen. Darin würdigten die Parteien auch Barretts 25-jährige Arbeit für Bungie.

Außerdem wurde sein Name zu den Credits von „Marathon“ hinzugefügt, dem kommenden Spiel des Studios. Dort wird Christopher Barrett jetzt als ursprünglicher Game Director genannt.

Das dürfte für ihn ein wichtiger Punkt sein. Barrett hat Bungie über viele Jahre mitgeprägt und unter anderem an den großen Franchises des Studios gearbeitet.

Dass sein Name in den Credits auftaucht, hält seine Rolle bei einem der wichtigsten anstehenden Bungie-Projekte nun zumindest teilweise auch öffentlich fest.

Einigung in schwieriger Phase für Bungie

Der Vergleich kommt für Bungie in einer ohnehin angespannten Phase. Das Studio musste 2023 und 2024 größere Entlassungswellen verkraften, während zugleich die Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens lauter wurden.

Dazu kommt, dass Sony im Geschäftsjahr 2025 Berichten zufolge einen Wertminderungsverlust von 766 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Bungie verbucht hat.

Für Barrett markiert die Einigung das Ende eines hochkarätigen Konflikts mit seinem früheren Arbeitgeber. Für Bungie und Sony Interactive Entertainment verschwindet damit zumindest ein weiterer belastender öffentlicher Streitfall aus den Schlagzeilen, auch wenn die wichtigsten Details des Deals weiter im Dunkeln liegen.

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