Der Werbeblocker Adblock Plus für Google Chrome und Mozilla Firefox ist ein Speicherfresser

Der Werbeblocker Adblock Plus für Google Chrome und Mozilla Firefox ist ein Speicherfresser

Der beliebte Werbeblocker Adblock Plus ist ein Speicherfresser. Das berichtet der Mozilla-Entwickler Nicholas Nethercote in einem Blog-Beitrag und erklärt die technischen Hintergründe. Der erhöhte Speicherbedarf der Browser-Erweiterung zum Blocken von Werbeanzeigen betrifft nicht nur Firefox, auch unter Google Chrome tritt das Problem auf. Inzwischen arbeiten Adblock Plus und Mozilla zusammen an einer Lösung.

Probleme mit CSS-Gestaltungselementen

Adblock Plus verhindert das Anzeigen von Werbung auf Internetseiten mithilfe von angepassten Stilvorlagen. Stufenförmige Gestaltungsvorlagen (englisch: Cascading Style Sheets, kurz CSS) beschreiben die visuelle Darstellung der Elemente einer Seite. Allerdings gibt es ein bestimmtes Strukturierungselement, das sogenannte Inlineframe, das andere Webinhalte als selbstständige Dokumente in einem definierten Bereich anzeigen kann.

Hier liegt das Problem: Inlineframes sind weit verbreitet und veranlassen Adblock Plus dazu, die eigene Stilvorlage mehr als einmal pro Seite zu laden. Jede Vorlage benötigt rund vier Megabyte Arbeitsspeicher, die sich entsprechend der Anzahl von Inlineframes pro Internetseite addieren. Selbst die Buttons zum Teilen einer Seite über Facebook oder Twitter sind mit diesen Elementen gestaltet.Adblock Plus Taskmanager Speicherbedarf

Mozilla und Adblock Plus arbeiten an einer Lösung

Adblock Plus soll das Laden von Internetseiten eigentlich beschleunigen, indem der Browser durch das Unterdrücken der Werbeanzeigen weniger Inhalte laden muss. Durch das Problem mit den Vorlagen verkehrt sich der Effekt aber ins Gegenteil.

“Wir geben unser bestes, um das Problem zu analysieren und zu lokalisieren, danach werden wir es beheben, wenn es an uns liegt”, sagte der Adblock Plus-Sprecher Ben Williams gegenüber Softonic. Mozilla und Adblock Plus arbeiten zusammen, um eine Lösung zu finden. Der aktuelle Status lässt sich im Mozilla-Fehlerbericht einsehen.

Wer auf einigen Internetseiten erhöhte Ladezeiten oder einen gestiegenen Speicherbedarf von Firefox oder Chrome feststellt, kann bis zu Lösung des Problems das Adblock Plus-Plugin vorerst deaktivieren, um den betroffenen Browser wieder zu beschleunigen.

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und folgen.

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Quelle: Nicholas Nethercote auf dem Mozilla Blog

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