12 Android-Apps für die sich das Rooten lohnt

12 Android-Apps für die sich das Rooten lohnt

Android-Rooten setzt das volle Potenzial eines Smartphones oder Tablets frei. Mit dem Zugriff auf das Root-Verzeichnis des Betriebssystems findet man gelöschte Dateien wieder oder ändert die Schrift auf dem Bildschirm.

Durch das Rooten erhält man den Status eines Superusers. Dieser spezielle Nutzer kontrolliert das Betriebssystem und installierte Anwendungen in einem größeren Umfang. Das sogenannte Rooten umgeht daher die Limitierungen, die Google oder der Hersteller in die Software eingebaut hat.

Zugriff auf das Root-Verzeichnis erhält man relativ einfach. Werkzeuge wie SuperOneClick oder Unrevoked knacken das System innerhalb von Minuten. Im Internet gibt es zudem zahlreiche Anleitungen zu speziellen Smartphones und Tablets.

Das Rooten selbst ist legal. Bei einigen Herstellern verliert man durch das Rooten allerdings die Hersteller-Garantie für das Gerät. Doch warum sollte man überhaupt das Risiko eingehen? Wir zeigen Ihnen zwölf Apps, für die sich das Rooten lohnt.

Gelöschte Videos und Fotos wieder herstellen

Für das herstellen von gelöschten Videos oder Fotos bietet Android keine integrierte App an. Die Wiederherstellung gelingt jedoch mit DiskDigger.

Mit DiskDigger stellen Sie gelöschte Dateien auf dem Android-Smartphone wieder her. Um die App zu starten, benötigen Sie als Superuser Zugriff auf das Root-Verzeichnis Ihres Android-Gerätes. Ansonsten haben Sie keinen Zugriff auf bestimmte Systemdateien und eine Datenwiederherstellung ist unmöglich.

Störende Android-Leisten verschwinden vom Tablet

Die ständigen Android-Leisten auf einem Tablet können sehr störend sein. Insbesondere wenn man ein Spiel spielt, sich ein Video ansieht, im Internet surft oder ein Buch liest. Abhilfe schafft full!screen.

Die App tauscht die Systemleisten von Android gegen unsichtbare Leisten aus. Diese Leisten arbeiten genau wie die von Android, aber sie verdecken keine laufenden Anwendungen. Einziger Nachteil: full!screen zeigt keine Benachrichtigungen an. Die Pro-Version der App löst jedoch auch dieses Problem.

Mit Android 4.4 KitKat hat Google dieses Problem auf Systemebene gelöst. Ein immerse mode genannter Trick erlaubt es App-Entwicklern eine echte Vollbild-App, wie wir in unserer News Android 4.4: Google veröffentlicht KitKat-Update schreiben.

Das Smartphone wird zur Rettungs-Disk

DriveDroid verwandelt das Android-Smartphone in eine Rettungs-Disk. Auf diese Weise lädt man zum Beispiel eine Linux-Distribution auf den PC oder sichert ein Image des Rechners auf dem Smartphone.

Doch um DriveDroid zu nutzen benötigt man ebenfalls einen Root-Zugriff sowie ein USB-Kabel.

Werbung verschwindet mit AdBlock Plus

Die Werbung in Apps verbraucht nicht nur Datenvolumen und Akku, sie ist manchmal auch störend. Als Superuser können Sie die Werbung quasi wegsperren.

AdBlock Plus für Android blockt Werbung nicht nur im Internetbrowser sondern auch in Apps. Da AdBlock Plus nicht im offiziellen Play Store erhältlich ist, muss es als APK installiert werden. Wie Sie eine App als APK installieren, erklären wir in unserem Artikel Android-Apps: APK installieren ohne Google Play.

Akku-Verbrauch optimieren

Wenn die Akku-Anzeige unzuverlässige Werte anzeigt, ist es Zeit für eine Kalibrierung der Batterie. Eine notwendige Maßnahme, wenn man zum Beispiel einen neuen Akku eingebaut hat. Doch die Kalibrierung kann auch unter anderen Umständen durchgeführt werden.

Battery Calibration läuft auf Android-Smartphones ab Version 2.1. Um die App zu nutzen entladen Sie den Akku bis sich das Smartphone oder Tablet ausschaltet. Anschließend laden Sie den Akku wieder bis 100 Prozent auf und klicken auf die App. Battery Calibration zeigt auch die Stromspannung des Geräts an.

Verbindungstyp für jede App zuordnen

Normalerweise nutzen Android-Apps jede Online-Verbindung, die sie vorfinden. Es sei denn, Sie können den Verbindungstyp festlegen. Das können Sie bei einem Spiel aber beispielsweise nicht machen.

Die meisten Android-Firewalls schützen nicht nur vor ungebetener Software. Sie legen auch fest, mit welcher Verbindung welche App online geht. Zwei gute Firewalls sind AFWall+ und DroidWall. Alle Android-Firewalls setzen einen Root-Zugriff voraus.

Abschalten des Bildschirms ohne Apps zu deaktivieren

Wenn Sie den Bildschirm abschalten, während das Smartphone ein Youtube-Video abspielt, stoppt die Wiedergabe. Das Gleiche passiert, wenn Sie Videos über ein HDMI-Kabel vom Telefon oder Tablet an den Fernseher übertragen.

Mit Screen Standby erhalten Sie die volle Kontrolle über Ihren Bildschirm. Sie schalten das Display aus, ohne dass die laufende Anwendung ebenfalls stoppt.

Android-Apps schließen für mehr Geschwindigkeit

Das Speicher-Management hat sich mit den verschiedenen Android-Versionen stets verbessert. Aber es ist nicht perfekt: Immer noch gibt es Apps, die permanent laufen. Sie zehren am Akku-Verbrauch und verlangsamen das gesamte System.

Greenify überwacht die Apps, die sich im Speicher befinden. Wenn sie nicht in Gebrauch sind, friert Greenify die Apps ein. Die App macht durch diesen kleinen Trick unnötig genutzten Speicherplatz wieder frei. Laut den Entwicklern von Greenify ist die App bei Android leistungsstärker als bei iOS.

Dateien verschieben über USB

Leider kann man an Android-Geräten nicht wie bei PCs eine externe Festplatte über USB anschließen, um Fotos oder Videos auf der Platte zu sichern. Auf diese Weise könnte man auch ein Backup des Android-Geräts anfertigen. Eine solche Mass-Storage-Funktion ist für Android aber nicht vorgesehen.

StickMount integriert die Mass-Storage-Funktion auf Nexus-Geräten und anderen Android-Smarthpones und -Tablets.  Mit einem USB- oder OTG-Kabel verbindet man hierzu einfach die Festplatte mit dem Android-Gerät.

Ein komplettes Backup anfertigen

Auch der beste File-Manager kann nicht alle Daten von einem Android-Smartphone oder -Tablet sichern, solange das Programm keinen Root-Zugriff hat.

Titanium Backup ist für viele Nutzer der Hauptgrund für einen Root-Zugriff. Titanium Backup ist nicht die einzige Backup-App für Android, aber es ist die bekannteste. Die App synchronisiert das Smartphone unter anderem mit Dropbox, Box oder Google Drive.

Vorsicht vor dem Verlust der Garantie

Die vorgestellten Apps sind nur eine kleine Auswahl. Mit Root-Zugriff ist weitaus mehr möglich. Viele Möglichkeiten sollten Sie allerdings mit Vorsicht genießen. Dazu gehört zum Beispiel das erhöhen der Prozessorgeschwindigkeit, was die Hardware des Gerätes beschädigen kann.

Bevor Sie ihr Smartphone oder Tablet rooten, überlegen Sie sich daher genau, ob es die Sache wert ist. Rooten ist kein einfacher Vorgang und manchmal kann etwas schiefgehen. Zusätzlich verlieren Sie die Garantie, wenn der Hersteller zum Beispiel bei einer Reparatur entdeckt, dass Sie das Gerät gerootet haben.

Originalartikel auf Spanisch von Softonic-Redakteur Fabrizio Ferri-Benedetti.

Die besten Android-Artikel in der Übersicht gibt es hier.

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